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Besichtigungstour in der Umgebung
Da meine Eltern noch in Linköping waren, habe wir am letzten Wochenende zusammen die Umgebung angeschaut.
Am Samstag Morgen fuhren wir in das in östlicher Richtung ca. 80 km entfernte Söderköping. Söderköping ist eine gemütliche kleine Stadt mit engen Gassen und schön angelegten Platz. Außerdem fließt der Götakanal durch Söderköping. Der Kanal wurde zwischen 1810 und 1832 quer durch Schweden gebaut, um so Nord- und Ostsee für den Handelsverkehr für Schiffe zu verbinden. Die Besonderheiten des Götakanals lernten wir aber erst am Sonntag kennen.
Nach einem Spaziergang durch die "Innenstadt"
haben wir den Ramunderberg erobert, auf dem einer Sage nach der Riese Ramunder gelebt haben soll. Der Berg erhebt sich fast senkrecht ca. 70m über dem Kanal. Diesen Höhenunterschied bewältigt man über eine echt steile Treppe und kann dann zur Belohnung den Blick über die Stadt und Umgebung genießen.
Auf dem Abstieg - wir wählten hierfür einen Wanderweg durch den Wald - begegneten uns noch komische Tiere, von denen ich nicht gedacht hätte, dass sie freiwillig baden gehen:)!
Bevor wir zurück nach Linköping fuhren, machten wir noch einen Abstecher weiter Richtung Ostsee. An der Küste reichen weite Arme der Ostsee ins Land hinein und man kann die schöne Landschaft genießen.
Schweden ist viel hügeliger als ich gedacht hatte. Die Autofahrt ersteckte sich den ganzen Tag durch Wälder, schmale Straßen und felsige Landschaften. Bis auf die Autobahnen sind quasi alle Straßen außerhalb der Stadt so.
Am Abend lieferten mich meine Eltern wieder in Ryd ab und ich ging mit ein paar anderen Exchangestudents ins Herrgar´n (HG). Das HG ist eine Kneipe/Disko/Biergarten von Studenten für Studenten mitten in Ryd, fünf Minuten von meiner Behausung entfernt. Dort gibt es Bier in bezahlbaren Preisen, aber leider gab es dort auch sehr viele Mücken (Mückenspray ist jetzt fester Bestandteil meiner Handtasche).
Von den vielen Mücken ließen wir uns den Abend aber nicht verderben; irgendwann wurden dann Schimpfwörter in den unterschiedlichsten Sprachen ausgetauscht:)!
Am Sonntag machten wir uns auf die nächste Tour: Unser erstes Ziel war Bergs Slussar. Der Götakanal überwindet bei seinem Lauf quer durch Schweden einige Höhenunterschiede (höchste Höhe: 91,5m) und hat deshalb auch 58 Schleusen. In Bergs Slussar (liegt nördlich von Linköping direkt am Roxen-See) gibt es eine große Schleusentreppe. Die Boote fahren in eine Schleuse rein, werden hoch- bzw. runtergeschleust und fahren gleich in die nächste Schleuse und das gleich ein paar mal hintereinander. Das ist echt interessant anzuschauen - vor allem für Bootsliebhaber, da man echt schöne Segelyachten und andere Boote bestaunen kann. Auf dem Bild sieht man im Vordergrund zwei Schleusen, in der Mitte noch mal zwei und ganz hintern ist die große Treppe mit fünf oder sechs direkt hintereinander. Das war eine echt krasse Bauleistung, da der gesamte Kanal von Hand gebuddelt wurde.
Von dort aus fuhren wir noch nach Skänninge, dass schöner beschrieben wurde, als es
tatsächlich war (was vielleicht daran lag, dass Sonntag war und keine Mensch unterwegs). Aber eins gibt es aus diesem Städtchen zu berichten. Die Fußböden in den Kirchen hier sind ganz anders als die, die ich bislang gesehen habe. Da traut man sich kaum drauf zu laufen, weil sie echt huggelig sind. Es ist zwar nicht der ganze Fußboden so, aber meistens der komplette Altarraum. Das scheint wohl in Schweden normal, war nämlich fast in jeder Kirche so, die ich bislang hier von innen gesehen habe.
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