Donnerstag, 5. Juni 2008

Morgen gehts nach Gotland!

Ich habe eben einen Beitrag für ein Datum von letzter Woche reingestellt (wegen der Chronologie). Leider fehlen noch zwei Fotoalben, aber das Hochladen der Fotos kostet mich grad zu viel Zeit. Werde es nächstes Wochenende nachholen!

Um aber jetzt mal auf den Punkt zu kommen: Ich habe noch nichts gepackt, aufgeräumt etc und morgen fahren wir los nach Gotland, einer großen Insel vor der Ostküste, die ein beliebtes Urlaubsziel ist. Katrin, Janina, Jörg, Andi, Christian und ich haben einen Kleinbus gemietet und morgen früh um 7 gehts los auf Reisen!!!

Diese Aussichten sind das, was mich die letzte Zeit aufgemuntert haben! Habe heute morgen meine letzte Klausur hier geschrieben und bin nun für die nächsten neun Monate prüfungsfrei:)! Morgen beginnt mein ganz persönlicher Urlaubsmonat, bevor es dann Anfang Juli zurück nach Verden geht!

Für die, die es noch nicht wissen: Ich habe einen Praktikumsplatz ab Juli bis Mitte Oktober in Verden und werd mal die Arbeitswelt auf den Kopf stellen bis es in Braunschweig weiter geht:).

Das bedeutet leider auch Abschied aus Schweden. Die ersten sind schon gefahren. Heute morgen ist auch Simon nach Hause aufgebrochen und ich habe heute Mittag vier Umzugskartons mit UPS nach Hause geschickt. Langsam rückt das Ende näher und wir werden nun die letzte Zeit noch genießen. Habe sehr viel vor die nächsten vier Wochen. Wenn wir aus Gotland zurück sind, werd ich euch auf den neuesten Stand bringen!

So, jetzt muss ich wirklich mit packen anfangen. Wir wollen heute Abend noch ein letztes Mal ins Platå, den Club in der Stadt, wo wir so manche Donnerstagabende und -nächte verbracht haben.

Also dann bis nächste Woche,
eure Gesa

Dienstag, 27. Mai 2008

Zusammenfassung, die erste!

Dann will ich doch gleich mal anfangen ... auf in die Vergangenheit :)!
Werde, wie schon angekündigt mehr Bilder sprechen lassen und in Stichworten zusammenfassen.

Vadstena, Omberg, Besuch von Stefan und Hornborga Sjö
Ende März hatten wir für ein Wochenende ein Auto gemietet: Unser Programm:
Freitag: Fahrt nach Vadstena, einer kleinen Stadt am Vättern; nachmittags zum Omberg mit Wanderung im Schnee
Samstag: Stefan kommt nach Linköping
Sonntag: Fahrt zum Hornborga See

Hintergrund: Am Hornborga See machen im Frühling Kraniche Rast, die auf dem Weg von Spanien nach Norden sind. An den Tagen mit höchsten Trubel werden bis zu 12000 Kraniche gezählt.
Mit Stefan zuammen hab ich hier die Umgebung das erste Mal auf dem Rad erkundet. Sind bis zum Roxen bei zum Teil echt starkem Gegenwind geradelt!
Teil 1


Nach ein paar Wochen relativ normalem Alltag haben ich zusammen mit Steffen und Simon eine der verrücktesten Aktionen meines Lebens gestartet.... :)!!!

OSLO
Dienstag Abend,
22. April, gings los.
18 Uhr startet der Roastrip in Linköping, Fahrt nach Stockholm, Umsteigen in den Bus nach Oslo, über Nacht im Bus, total fit und ausgeschlafen um 6 Uhr in Oslo angekommen, Sachen ins Schließfach, ganzen Tag die Stadt bestaunt, um 23 Uhr wieder in den Bus nach Stockholm, völlig k.o. wieder umgestiegen, um 11 Uhr (mittlerweile wars Donnerstag) zu Hause angekommen, um 13 Uhr in einer Vorlesung gesessen!

Weiter gings dann abends nach ...

STOCKHOLM
Dort wartete um 19 Uhr schon Maren auf mich, die an dem Tag aus Bremen kam. Von Donnerstag bis Sonntag eroberten wir zusammen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten!
Auf dem Programm standen Schloss samt Wachablösung, Gamla Stan, Stadshuset sogar mit Turmbesichtigung, Wasa Museum, sämtliche Kirchen und Shoppingmeilen!

Am Flughafen in Skavsta gaben sich Maren und Marco dann quasi die Flughafentür in die Hand. Mit dem Flieger, mit dem Marco gelandet war, flog Maren wieder nach Hause.

Sonntag, 25. Mai 2008

Was bisher geschah ...

Ja, lang lang ists her und es ist viel geschehen! Meine letzten Wochen waren von viel Besuch, Kurztrips und natürlich von Arbeit für die Uni geprägt. Dadrunter hat mein Blog und zum Teil auch der Mailkontakt etwas gelitten.
Bevor es in die heiße Endphase geht, also nicht lern technisch (da stecke ich schon mitten in der Prüfungsvorbereitung), sondern womit ich vielmehr meinen Urlaubsmonat Juni meine, werde ich versuchen noch ein wenig April und Mai zusammenzufassen. Dabei werde ich hauptsächlich Bilder sprechen zu lassen, was vielleicht auch etwas interessanter ist :)!
Jetzt werde ich mich aber erst weiter auf meine mündliche Prüfung am Dienstag in Analyzing and Improving Manufacturing Operations vorbereiten, damit ich den Urlaub dann auch genießen kann!
Bis definitiv ganz bald,
eure Gesa

Dienstag, 18. März 2008

Rückblick

Es ist jetzt Dienstag, 11:49! Die Sonne scheint, seit gestern liegen einige Zentimeter Schnee und in einer Stunde sollt ich mich so langsam auf die Socken machen ... sonst steht meine Family heute Abend am Flughafen und ich hab den Flieger verpasst!!! Und das wäre ziemlich blöd! Denn nachdem ich mich mal wieder über die Gewichtsbegrenzung beim Fliegen geärgerte, habe ich meine lebensnotwendigen Sachen auf 15 Kilo + 10 Kilo Handgepäck reduzieren können ... ja, so ein Satz kann nur von einer Frau kommen ;)!
Aber nun zu meinen Erlebnissen der letzten drei Wochen!

Klausuren .... Ja, ich habe sie tatsächlich alle überstanden und heute morgen war dann auch endlich das Ergebnis der ersten im Internet ... habe mein selbst gestecktes Notenziel erreicht und bin erstmal durch mein Zimmer gehüpft *freu*! Auf die anderen werde ich wohl bis nach Ostern warten müssen.

Eishockey .... Am 8.März war ich zusammen mit Katrin beim Eishockey Linköping gegen Mora. War schon mein zweites Spiel und wieder sehr cool. Herrschen aber ganz schön harte Sitten, muss ich sagen. Habe die Regeln noch nicht komplett verstanden, das Zuschauen macht aber trotzdem sehr viel Spaß ... besondern, wenn Linköping in der Verlängerung dann auch noch gewinnt!
Kraval Goldfever .... Letzten Samstag, nachdem ich noch bis 18 Uhr Klausur geschrieben habe, sind wir nach einer ordentlichen Pre-Party zum Kraval gefahren. Dieser stand unter dem Motto 1970er und dementsprechend hatte auch kaum jemand seinen Overall an, sondern alle waren bunt verkleidet und wir hatten unseren Spaß zu ABBA-Musik und anderen Interpreten aus dieser Zeit. Nach dem Lernen war das echt ein super Abend!
Korridorparty bei Dominika ... Eine weitere Party hatten wir noch am 7. März mit dem Motto 2070. Also einen Tipp kann ich euch geben: Besorgt euch reichlich Alufolie, solang die Preise noch niedrig sind. Denn wenn man den Verkleidungen nach urteilt, werden wir 2070 alle in Klamotten aus Alufolie rumlaufen und die Preisen steigen bestimmt total an :)!!!




So und nun muss ich mich sputen! Wünsche euch schöne Ostertage!
Liebe Grüße, eure Gesa

Sonntag, 24. Februar 2008

Östersund - ein ereignisreiches WM-Wochenende

Lang haben wir es herbeigesehnt: unser Biathlon-Wochenende in Östersund!
Schon im letzten Herbst haben wir die Eintrittstickets für das Station und die Bahntickets gekauft. Während das laufenden Weltcups und natürlich auch zu Beginn der WM haben wir schon in kleinen Grüppchen gespannt vor dem Fernseher gesessen und über die Medaillenchancen des deutschen Kaders diskutiert.

Am 15. Februar war es dann endlich soweit. Unsere Rucksäcke vollgepackt mit warmen Klamotten und jede Menge Essen waren wir am Freitag von 11-21 Uhr mit dem Zug unterwegs über Stockholm nach Undersåker, was noch eine Stunde hinter Östersund liegt. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass wir für diese spaßige Tagestour umgerechnet ca. 17 Euro pro Person gezahlt haben: kein Vergleich zur deutschen Bahn.
Unser Quartier hatten wir schon Ende vergangenen Jahres über die Touristinfo von Östersund zugewiesen bekommen, eine großzügiges Apartment mit Küche.
Samstag mussten wir mit der Bahn also erstmal die Stunden wieder zurück nach Östersund fahren. Da die norwegische Grenze nur ca. drei Stunden entfernt ist, hatten wir mit unseren deutschen Fahnen natürlich große Konkurrenz.
Endlich angekommen im Stadion war das Gedrängel groß. Nachdem wir noch einen relativ guten Platz auf der Tribüne ergatterten, startete schon das Staffelrennen der Herren. Mit 0,4 Sekunden Vorsprung schafften Michael Rösch, Alexander Wolf, Andreas Birnbacher und Michael Greis es noch auf Platz drei vor Österreich. Im Massenstart der Frauen holte Magdalena Neuner Gold! Im Station wurden nur Blumen überreicht, die richtige Ehrung fand um 18Uhr in der Stadt statt. So konnten wir dort die deutsche Nationalhymne hören und mitsingen, während die Flaggen gehisst wurden. Nach der Ehrung hinter der Bühne machte Michi Greis Dominika und mich noch mit einem Autogramm auf unserem Fahnen zu den glücklichsten Leuten unserer Gruppe:)!
Auf dem Weg "nach Hause" reservierten wir wohl weißlich Schließfächer für unsere Gepäck. Spät zurück in Undersåker kochten wir noch gemeinsam und machten eine schöne Feuerzangenbowle., die wir auch echt nötig hatten; uns allen waren nach fünf Stunden bei -5°C die Füße abgefroren.

Am Samstag morgen konnten wir also unser Gepäck am Bahnhof lassen, da wir abends direkt von dort abfahren wollten. Da wir noch genug Zeit hatten, entschieden wir uns zu Fuß zum Stadtion zu gehen und das Geld für den Shuttlebus zu sparen. Plötzlich sahen wir Daniel Graf aus einem Hotel herauskommen und in den Teambus einsteigen. Im selben Moment rannten uns fast Martina Glagow und Andrea Henkel um, die zum morgendlichen Lockerungslauf aus dem Hotel kamen. Großes Erstaunen war da auf unsere Seite. Diese hielt auch an, als wir im Stadion ankamen und auf der offiziellen WM-Zeitung Tora Berger (NOR), zweite hinter Magdalena Neuner, abgebildet war. Schnell bekamen wir heraus, dass ein Doping-Verdacht gegen ein paar der deutschen Biathleten vorlag, an dem ja, wie es scheint, mal wieder nichts dran war. Für die Rennen an diesem Tag hatten wir sehr gute Aussichten, wie auch schon beim Massenstart am vorherigen Tag. Ganz am Rand der Tribüne hatten wir sowohl eine gute Sicht auf den letzten starken Anstieg samt Zeitnahme als auch auf die Schießanlage und Strafrunde.
So konnten wir nach dem für die deutschen Herren eher schlecht verlaufenen Massenstart die Damen beim Aufwärmen und dem Skitest aus nächster Nähe beobachten und unsere Ruf "Viel Glück!" loswerden. Das Glück war eindeutig auf deutscher Seite. Nachdem bei jedem Wechsel die deutschen als erstes übergaben, lief Kati Wilhelm - mit deutscher Fahne in der Hand - als erste durchs Ziel. Zwischendurch hatten wir schon fast geglaubt, es könnte nicht mehr reichen, da Magdalena Neuner einfach zu oft verschoss, damit noch in die Strafrunde musste und Kati Wilhelm auch nicht immer traf. Aber durch ihre Laufleistungen haben sie es wieder wett gemacht.
Das Schießen kann man sich dann folgendermaßen vorstellen: Bei einem Treffer grölt man "Yeaaaaah", bei einem Fehler "Ooooooh"! Genauso wie wir sechs natürlich bei den deutschen unsere Stimmbänder strapazierten, machten es ringsherum die anderen Fans, hauptsächlich Norweger und Schweden. Ein gegenseitiges Grinsen blieb da nicht aus, wobei unser Puls doch ganz schön stark anstieg!
Gold bedeutete für uns also ein weiteres Mal in den Genuss der deutschen Hymne zu kommen, was wir auch ordentlich feierten.
Das wir dachten, dass unser Zug um 22Uhr abfährt, schlugen wir uns bei einem Chinesen den Bauch voll und kamen nochmal bei dem Hotel vorbei. Durch Zufall kam gerade Magdalena Neuner an, die aber auch gleich mit dem Satz "Ich bin total fertig" ins Hotel huschte. Kati Wilhelm war da etwas großzügiger und ließ noch schnell ein Foto mit uns machen:)!!!
Da wir dann noch immer viel Zeit hatten, wärmten wir uns bei McD. noch mit Eis auf, wo wir noch zwei französische Biathleten entdeckten.
Weit nach 21:00 kamen wir am Bahnhof an und erschraken, schlimmer als bei jedem Fehlschuss am Nachmittag. Unser Zug ist um 21 Uhr abgefahren! Schuld am Zuspätkommen waren unsere Tickets. Die "1" war nur teilweise gedruckt (auf jedem Ticket von uns), sodass es wie eine "2" aussah. Voller Panik - wir haben uns schon in der Bahnhofsmission gesehen - erklärten wir unser Problem einem Bahnbeamten am Schalter, die zum Glück so spät noch besetzt waren. Der nette Mann erkannte unsere Problem und hatte wohl auch Mitleid und so besorgter er uns einen Platz im letzten Nachtzug nach Stockholm. Geplant war eine Fahrt ohne Umsteigen von 21 Uhr bis 6 Uhr Ankunft in Linköping. Los fuhren wir dann um 22:20 und kamen auch erst nach Umsteigen in Stockholm um 9:30 hier an. Aber das ohne Zuzahlung, obwohl offensichtlich war, dass wir einen Fehler gemacht hatten ... einen weiteren Vergleich zur deutschen Bahn lasse ich jetzt wohl besser;)!
Das war unser Wochenende! Ich muss sagen, Biathlon ist ja im Fernsehen schon sehr spannende, aber diese Spannung wird im Station eindeutig getoppt! Außerdem haben wir gelernt, dass man doch nochmal auf einen Fahrplan gucken sollte, wenn man ein schlecht gedrucktes Ticket in der Hand hält:)!

In diesem Sinne,
eure Gesa

Samstag, 23. Februar 2008

Kurzmitteilung :)!

Wer hätte es gedacht? Tatsächlich ist mein Eintrag über Kiruna fertig geworden!!! Da ich ihn ja schon vor drei Wochen angefangen hatte und weil ich die Chronologie wahren will, ist er zwei Einträge vor diesem zu finden. Also wenn ihr ihn noch lesen möchtet, was ich doch schwer hoffe, dann einfach etwas runterscrollen, lesen und die vielen Fotos angucken;)!
Morgen werde ich mich dann auch noch an den Eintrag von Östersund setzen. Das war nämlich auch einfach super!!! Naja, bei zwei goldenen und einer bronzenen Medaille für das deutsche Team kann man sich das ja auch denken!

Jetzt noch ein paar weitere Dinge:
Die Zeit rennt. Es ist schon quasi Ende Februar! Am 7., 11. und 15. März habe ich jeweils vierstündige Klausuren, auf die sich vorbereitet sein will. Bin auch schon fleißig dabei. Vorletzte Woche habe ich zwei Labortermine von 17-21Uhr überlebt, wobei ich das nicht ständig haben möchte. Gestern habe ich auch mal wieder ein Assignment abgegeben; da liegt jetzt auch nur noch ein letztes vor mir. So langsam rückt das Ende des ersten Quarters des Frühlingssemesters näher. Und damit kündigt sich Ostern an.
Werde jetzt doch - entgegen früherer Planung - nach Hause fliegen, also nach Bremen, nicht direkt nach Hause:)! Am 28. März schreibe ich hier dann noch eine Klausur und am 31. startet mein letztes Quarter. Es kommt mir so vor, als wäre es schon Sommer und ich bin wieder dauerhaft in Deutschland. Die Zeit vergeht wirklich so wahnsinnig schnell!
Meine Veranstaltungen in diesem Quarter sind fast alle im A-huset, dass hauptsächlich von ingenieurwissenschaftlichen Instituten belegt ist. Es gibt dort u.a. einige Computerräume, die man Tag und Nacht nutzen kann, Gruppenräume zum Lernen, Einzelarbeitsplätze und "studentkök" (Studentenküchen mit Mirkowellen). Ich muss da unbedingt nochmal Fotos dort machen. Die Uni ist einfach super schön von den Gebäuden her, der Ausstattung und der Atmosphäre. Das werde ich ganz schön vermissen, wenn ich wieder in BS sitze, soviel ist klar!
Aber jetzt werde ich mich erstmal anstrengen, die restlichen vier Monate hier zu genießen;)!

Liebe Grüße und bis morgen ;),
eure Gesa

PS: Freue mich übrigens immer über Post von euch, sowohl elektronisch als auch real:)!

Donnerstag, 14. Februar 2008

Morgen gehts nach Östersund!

Für die Unwissenden unter euch folgende Information:
In Östersund, liegt ca. 600km nördlich von Linköping, findet grad die Biathlon WM statt. DAS Ereignis des Jahres für so langjährige Biathlon-Fans wie mich! Gleichgesinnte und neu begeisterte Fans haben sich zusammen gefunden und morgen fahren Katrin, Janina, Simon, Benni, Dominika und ich nach Östersund. Wir hoffen natürlich auf ein paar Medaillen für die deutschen Biathleten, was ja nach den bisherigen Rennen auch gar nicht so schlecht aussieht!
Den Medaillenspiegel findet ihr unter:
http://sport.zdf.de/ZDFsport/sportdaten/28/0,6734,7156924,00.html?dr=1

Unser Tagesablauf am Samstag und Sonntag im Station:
Samstag: Massenstart Herren, 12:00
Staffel Damen, 14:15
Sonntag: Staffel Herren, 12:00
Massenstart Damen, 15:00

Also damit das klar ist, ich erwarte, dass ihr alle vor dem Fernseher sitzt und mich im Station untern den ca. 10 000 Zuschauern sucht!!! Wir haben auch deutsche Fahnen dabei;)!

Dachte, dass ich diese Woche endlich meinen Kirunaeintrag fertig bekomme ... naja, dass war wohl eine Illusion. Hatte diese Woche Montag und Mittwoch bis 21 Uhr Uni (Labor) und heute auch bis 20 Uhr ... ich sag euch, 13 Stunden nur mit einer Stunde Mittagspause sind nicht schön, nein!
Freue mich auf deshalb umso mehr auf das Wochenende!

Da ich noch nicht gepackt habe, meine Wäsche noch nicht gemacht ist, muss ich gleich mal loslegen!

Also schön Biathlon schauen am Wochenende (ich winke auch zurück...) und Daumendrücken;)!

Liebe Grüße,
eure Gesa

Montag, 4. Februar 2008

Kiruna: Kälte, Hunde, Schnee, Natur und nochmal Kälte!

Von diesen Schlagwörtern war unsere Zeit in Kiruna geprägt. Wir, das waren Katrin, als unsere Reiseleiterin;), Janina, Steffi, Dominik, Simon, Boris, Wende, Tobias, Benjamin und ich.

Mittwoch, erster Tag:
Los ging es am Mittwoch (23. Januar) morgens um halb 7! Nach Bus, Zug und Flieger kamen wir um 14:30 in Kiruna an. Mit dem Taxi fuhren wir Mädels gleich zum richtigen Hostel; hatten ja auch die wissende Katrin mit an Bord; während die unwissenden Jungs auf ein Sammeltaxi warteten und sich zum falschen Hostel fahren ließen. Nach einem Marsch durch die Kälte (-16° mit Wind) kamen sie dann doch noch an und wir gingen fröstelnd zum Einkaufen.
In der Stadt konnten wir die Anfänge vom Snöfestival (Schneefestival) begutachten. Jedes Jahr bekommen zehn Teams aus verschiedenen Nationen einen "Schneewürfel", der vielleicht 10m³ groß ist. Die Teams haben vier Tage Zeit, eine Skulptur daraus entstehen zu lassen. Am Mittwoch Abend konnte man kaum erkennen, was es jeweils werden sollte, wozu wir am Samstag aber noch Gelegenheit bekamen.
Nach Kochen, Abendessen, Karten spielen und einem Glas Wein gingen wir nicht zu spät ins Bett, da ein spannender neuer Tag auf uns wartete.

Donnerstag, zweiter Tag:
Um 9 Uhr wurden wir zusammen mit einer anderen Gruppe am Hostel abgeholt. Abgesetzt wurden wir in der Wildnis neben einem Bauwagen. Wenig später kam Henrik Taube, der Veranstalter von unserem gebuchten Zwei-Tage-Programm. Nach dem Einkleiden (warme, wasserfester Schuhe und dicke Hose) wurden drei Hundeschlitten mit je fünf Hunden fertig gemacht. Insgesamt waren wir 25 Leute, sodass durchgewechselt wurde: je drei Personen pro Hundeschlitten, die anderen auf Snowmobile oder deren Anhänger.
Auf ging es durch die Natur auf schmalen Wegen. Ein echtes Gefühl von Freiheit umkam uns, als nur die Ketten vom Hundegeschirr und die Kufen des Schlittens zu hören war. Einfach unvergesslich! ... besonders, weil man die Schlitten auch selber lenken durfte. Das bestand allerdings hauptsächlich im Bremsen! Die Hunde sind schon immer von alleine los gerannt!
Wider Erwarten war es gar nicht so dunkel, wie wir befürchtet hatte. Zwar war die Sonne kaum zu sehen, aber die Dämmerung ist ganz schön lang und gerade durch den Schnee, war es ziemlich hell.
Nach ca. zehn Kilometern kamen wir an einem Seeufer an. Die Hunde wurden vom Schlitten befreit und an Leinen festgemacht. Auf einen abgesteckten Weg sollten wir über das Eis zum Camp Wildnis gehen. Nur der Satz "Das Eis ist sicher!" und drei Minuten später "Aber haltet ein bisschen Abstand zueinander!" machte mir etwas Angst ...!
Im Camp angekommen trafen wir auf vier Studenten ebenfalls aus Linköping, die uns berichteten, dass sie am Vortag bei -32° mit dem Schlitten gefahren sind. Gut, dass wir nur -10° hatten:)!
Nach Holzhacken, Wasser aus dem See holen und einem Barbecue in einer kleinen gemütlichen Hütte wurde dann unsere Muskelstärke gefordert: Petter, der eine samische Campbetreuer, hatte sein Snowmobil samt Anhänger an einer dünnen Stelle übers Eis gefahren und war eingekracht. Zum Glück in Ufernähe, sodass nach Befestigung von Seilen und kräftigem Ziehen beides wieder festen Boden unter den Füßen, ähm Kufen, hatte.
Nach einer Rentiersuppe zum Abendessen, mehreren Sauna-Gängen für die einen und Trinkspielen für alle - irgendwie muss man ja warm werden;) - schliefen wir tief und fest bis zum nächsten Morgen in "unserer" Hütte nach samischen Baustil ohne Strom, Wasser und Heizung.
Kiruna 1+2
Freitag, dritter Tag:
Kaum zu glauben, aber trotz zehn Leuten in unsere Hütte sind die ersten erst gegen 10Uhr aufgewacht. Die Kälte macht ganz schön müde! Nach einem Frühstück in unsere Hütte, Spazieren durch den Schnee und wieder Essen, das Rentierfleisch enthielt, ging es nach dem Mittag zurück Richtung Kiruna. War wieder ganz schön kalt, aber einfach einmalig. Nach Abgabe unsere "Ausrüstung" wurden wir in die Stadt gebracht. Während die einen mit einem Mietwagen Einkaufen fuhren, sind wir anderen von dem Vermieter unserer Hütte, Zuhause für die nächsten zwei Tage, abgeholt worden. Diese lag ca. 20 km außerhalb von Kiruna direkt an einem See.
Auf 130m² konnten wir uns austoben und nutzten abends die Chance vom See aus (nein, keine Eisschwimmen) nach Nordlichtern Ausschau zu halten. Freitag Abend konnte man auch ganz leicht einen Schimmer ausmachen, aber leider nicht so stark, wie man es von Bildern kennt. Dafür konnten wir den schönen Sternenhimmel samt Milchstraße betrachten.

Samstag, vierter Tag:
Verschiedene Freizeitaktivitäten standen auf dem Programm. Während eine Gruppe die Landschaft vom Snowmobil aus erkundete, machten Katrin, Janina, Simon, Benni und ich uns auf den Weg nach Abisko. Dieser Ort liegt 90km westlich von Kiruna und hat als besondere "Attraktion" den Kungslegen (Königsweg), wenn man Natur, Weite und Schnee als dieses bezeichnet. Wir haben dort drei Stunden lang die pure Natur genossen; wenn man stehen geblieben ist und ganz ruhig war, hat man absolut nichts gehört. Ringsherum waren Berge und gaaaaaanz viel Schnee. Es war wunderschön, quasi wie unberührt!
Wenn mich der Schnee schon nicht in Linköping besucht, dann muss ich ihm wohl hinterherreisen ;)!
Auf dem Rückweg sind wir in Kiruna noch am Schneefestival vorbeigekommen. Mittlerweile waren die Skulpturen fertig und einige echt schöne dabei. Ganz schön erstaunlich, was in drei Tage möglich ist und dass das auch alles so statisch hält! Werde ein paar bei den Fotos mit reinstellen.
Am Abend wieder in der ganzen Gruppe vereint gab es noch eine Feuerzangenbowle.
Kiruna 3+4
Sonntag, fünfter Tag:
Nach dem Putzen unsere riesigen Hütte wollten wir einen Shuttleverkehr mit unserem Mietauto zum Icehotel einrichten. Nachdem die erste Gruppe schon unterwegs war, kam eine Frau zur Übergabe und erklärte uns einen Weg durch den Wald, ca. 4km, direkt zum Icehotel. Da die Sonne schien, mussten wir nicht lange überlegen. Das restliche Gepäck wurde mit dem zweiten Transport mitgenommen und wir machten uns zu fünft auf den Weg - wie sollte es anderes sein - durch Natur (!!!) zum Icehotel. Schnee, Schnee, Schnee, Wald und dann über einen See, der viele Risse im Eis hatte. Das ein entgegenkommendes Auto getragen wurde, beruhigte mich etwas ... :)!
Das Icehotel ist ein echtes Muss, wenn man Kiruna besucht. Es liegt etwas außerhalb in Jukkasjärvi. Den teuren Eintritt von 250 SEK (ca. 27 Euro) war es auf jeden Fall wert.
Das Hotel besteht komplett aus Schnee und Eis und hat günstige, einfach ausgestattete Zimmer und "artrooms", die kunstvoll gestalteten Zimmer, die mich zu sehr!!! vielen Fotos verleiteten.
So eine Übernachtung kann bis zu 600 Euro kosten ... und das trotz schlecht geheizten -5°C :)!
In der Stadt gabs dann noch ein Abschluss-Essen in einer Pizzeria, bevor es zurück nach Linköping ging. Aus dem Flugzeug konnten wir noch kurzzeitig Polarlichter erspähen, bevor sich unser Flugzeug gen Süden ausrichtete. Gegen 2Uhr nachts waren wir wieder zu Hause und uns erwartete ein zarter Hauch von Schnee ... der Wahnsinn!
Kiruna 5

Dienstag, 22. Januar 2008

Willkommen in 2008

... und dabei ist der Januar auch schon bald wieder rum! Aber trotzdem schön, wenn ich noch fleißige Leser habe, wobei mein Fleiß ja mehr zu wünschen übrig lässt!

Letzte Woche Montag bin ich spät abends wieder in Linköping angekommen. Drei wunderbare Wochen in Verden, mit kleinen Abstechern nach Hehlen und Braunschweig, lagen hinter mir. Auch wenn es mir ein bisschen schwer fiel, wieder zu fliegen und das behagliche Nest zu verlassen, so hab ich hier keine Zeit auch nur an Heimweh zu denken.

Am Dienstag vergangener Woche hab ich dann erstmal einen Schock bekommen: mein Stundenplan hat sich bei mir vorgestellt: "Gestatten, mein Name ist VOLL, sehr VOLL!!"
Habe im ersten Quarter, also bis Ostern, drei Kurse und eigentlich hat man mit zweien schon gut zu tun. Aber was soll, ich bin hier ja nicht nur zum Spaß und zum Party machen ;)!
Am Mittwoch kam dann der nächste Schock; in "Switching Circuits and Logical Design" werden drei Tests geschrieben. Der erste war gestern! Allerdings werden die Punkte dafür in der Klausur gut geschrieben!
In "Industrial Ecology" muss ich alle zwei Wochen ein Assignment abgeben, also eine kleine Hausarbeit. Die erste Abgabe ist diesen Freitag.
Und da war klein Gesa auch gleich wieder im Stress (man gut, dass ich mich zu Hause erholt habe), da ich morgen früh nach Kiruna aufbreche. Habe mich aber angestrengt und war heute Abend um 20 Uhr fertig, sodass es keine Nachtaktion wird *stolz*.

Und wer sich jetzt fragt "Kiruna, wer oder was ist das?", der schlage doch mal den Atlas auf oder gucke bei Google-Earth oder Wikipedia nach. Kiruna ist Schwedens nördlichste Stadt und derzeit ist es ziemlich kalt da. Die warmen Klamotten stehen mittlerweile fertig gepackt da und morgen früh um 6:30 ist Abfahrt.
In Kiruna ist diese Woche Schneefestival, das wir besuchen werden; außerdem machen wir eine zweitägige Hundeschlittentour und sind dann noch zwei Tage in einem Camp etwas außerhalb der Stadt und können Natur genießen. Sonntag Abend fliegen wir wieder zurück. "Wir" sind übrigens 10 Leute, die hoffentlich nicht mit abgefrorenen Zehen zurück kommen:).

Soviel dazu; die genauen Infos und Bilder gibt es dann ab nächster Woche! Mails werden dann auch wieder beantwortet!
Für heute muss ich ins Bett! Mein Wecker klingelt um 5 Uhr oder vielleicht noch etwas früher.

Ganz liebe Grüße aus dem schon nicht mehr ganz so dunklen und etwas verschneiten Linköping!
Eure Gesa

Montag, 17. Dezember 2007

Bald ist Heimaturlaub!

Und bevor ich mich am Freitag auf den Heimflug begeben werde, wollte ich doch nochmal berichten, dass ich heil wieder aus Russland zurück gekommen bin. Ich möchte ja nicht, dass sich jemand Sorgen macht, weil ich zuletzt vor meiner Abreise hier gepostet habe!

Also die Kurzfassung seit meinem letzten Beitrag:
  • Russland war spitze, bzw. der ganze Trip (habe ziemlich viele Bilder als Beweis)
  • Projektarbeit geschrieben und Präsentation gehalten
  • Stockholm zwei Tage im Weihnachtstrubel unsicher gemacht
Seit zwei Wochen sitze ich dann aber doch intensiver am Schreibtisch, als ich es eh schon den letzten Monat getan habe. Aber hab ich eine andere Wahl, wenn ich diese Woche zwei Klausuren schreibe? Wohl eher nicht!
Morgen ist Manufacturing Planning and Control dran und Donnerstag Product Development! Jeweils von 14-18 Uhr! Dann wisst ihr jetzt ja Bescheid, wann ihr die Daumen drücken könnt ;)!
Donnerstag Abend wird dann gepackt und das letzte Mal für dieses Jahr hier gefeiert ... bis in die Morgenstunden:)! Es sind doch einige Austauschstudenten, die nur ein halbes Jahr hier sind; also nach Weihnachten nicht wieder kommen! Und da müssen wir ja Abschied feiern. Es werden wohl zum Januar wieder "Neue" kommen, aber trotzdem werden hier manche echt fehlen!!!

Ja und Freitag Abend bin ich dann in Good Old Germany und ich freu mich riesig drauf!
Mein Terminkalender ist schon ganz schön voll .... in drei Wochen lässt sich echt viel hineinbekommen und ich bin sicher, dass ich einige von euch sehen werde.
Ich werde mir dann auch die Zeit nehmen, noch etwas von Russland zu schreiben.

Aber jetzt muss ich mich erstmal wieder lustigen MRP Kalkulationen zuwenden ... soll ja morgen klappen, nech;)?

Ich wünsche euch noch eine schöne letzte Adventswoche und besinnliche Feiertage!
Eure Gesa

Sonntag, 11. November 2007

Auf nach Russland!

Morgen geht´s los: Roadtrip to Russia! Für die Neugierigen unter euch hier der Link zur Website mit ein paar Eckdaten: http://roadtrips.zikes.se/#75
Die "Reisegruppe" besteht aus knapp 180 Austauschstudenten von Unis aus dem südlichen Teil Schwedens. Unsere Zeit ist straff geplant: Zwischen Übernachtungen auf der Fähre, während nächtlichen Busfahrten oder im Hotel machen wir Helsinki, St. Petersburg und Moskau unsicher. Nach zehn Tagen in der großen weiten Welt schlagen wir dann wieder den Weg Richtung schwedischer Heimat ein.

In der letzten Woche ist ansonsten nicht viel spektakuläres passiert. Naja, ich nerve weiterhin jeden um mich herum damit, dass ich endlich Schnee will und derzeit sieht es draußen auch noch ein bisschen weiß aus. Vorgestern Abend hat es zu schneien angefangen. Davon ist allerdings nicht viel liegen geblieben. Man kann eher sagen, dass alles in ein leichtes Weiß getaucht wurde. Heute sind dann nochmal wieder ein paar Flocken vom Himmel gefallen. Aber wir haben ja erst Mitte November und der Winter wird noch lang ... hoffe ich doch zumindest!

Morgen früh hole ich mein lang ersehntes Päckchen mit meiner Digicam von der Post ab. Will ja auch ganz viele Fotos machen können, damit ihr seht, wo ich war:)!
Das mit meinem Päckchen war auch noch eine Sache. Die Zeit war doch etwas knapp; aber Dank Luftpost war mein Päckchen letzten Donnerstag in Linköping. Meine Eltern hatten extra meine Handynummer mit drauf geschrieben.
Dazu eine Anmerkung: An schwedischen Haustüren sind Klingeln eher unüblich und hier am Haus gibt es auch keine. Deswegen kündigt sich Besuch immer vorher an und wenn mich hier jemand besuchen kommt, dann klingelt mich derjenige auf dem Handy an und ich gehe dann runter und öffne die Tür.
Angeblich hat die Post am Donnerstag Morgen um 11:30 versucht mein Paket zuzustellen ...! Ich war zu Hause und meine Handy hat nicht geklingelt! Am Freitag hatte ich dann einen Zettel in der Post, dass ich mein Paket abholen kann. Der Ort wo war unleserlich geschrieben und so habe ich eine Viertelstunde gebraucht um herauszufinden, wie der Ort heißt und eine weitere halbe Stunde, wo sich dieser befindet und wann ich es abholen kann. Leider war es da schon Abend und so musste ich mich das ganze Wochenende gedulden. Wenn ich es dann morgen in den Händen halte, mache ich drei Luftsprünge. Zum Glück fahren wir erst um 14 Uhr los!

So, jetzt mach ich mir noch schnell Gedanken drüber, was ich alles vergessen werde.
Wenn ich vom Trip zurück bin, werde ich euch so schnell wie möglich auf den neuesten Stand bringen!

Ganz liebe Grüße aus dem "weißen" Ryd;),
eure Gesa

Mittwoch, 7. November 2007

Dunkel!!!

Ja, sorry, drei Posts in einer Woche ist viel! Keine Sorge! Ich fürchte, dass wird auch wieder weniger werden:)! Aber eins muss ich doch noch loswerden.
Ich hatte gestern von 8 - 17 Uhr Vorlesungen und Seminar. Als ich morgens zur Uni fuhr, fand ich es gar nicht mal so kalt, die Sonne schien und es war hell. Nach einem 12-Uhr-Regenschauer ließ sich der Tag ganz gut ertragen. Aber im letzten Seminar von 15 - 17 Uhr hab ich mich doch etwas erschrocken; als ich während der Pause um Viertel nach 4 aus dem Fenster guckte, war es quasi stockfinster. Über einen Monat lang werden die Tage immer noch kürzer ... auf dem Rückweg nach Ryd musste ich gegen so eisigen Wind nach Hause fahren, dass mir die Dunkelheit schon wieder egal war ;)!

Und was hör ich dann heute: In Norrköping liegt Schnee und in Teilen Deutschlands ja anscheinend auch, was ich in den Nachrichten gesehen habe ... wie gemein!!!
Schickt mir mal den Schnee vorbei ... einen Eimer voll würde mir auch schon reichen;)!

Montag, 5. November 2007

Ich will Schnee!

Zu diesem Satz habe ich heute schon sowohl Zustimmung erhalten also auch pure Ablehnung: "Bist du jemals bei Schnee Rad gefahren?"
Ja klar, bin ich! Auch wenn das vielleicht nicht das Tollste ist, so hoffe ich trotzdem, dass hier bald weiße Flocken vom Himmel rieseln. Es ist schon die meiste Zeit richtig kalt und morgens quasi immer unter Null Grad; aber wenn es regnet, dann ist es doch wieder nicht kalt genug, dass es Schnee sein könnte:(! Naja, ich geb die Hoffnung noch nicht auf! Solange die Sonne scheint - wie heute - bin ich auch zufrieden!

Am Freitag habe ich meine endgültige Note in Manufacturiung Control bekommen: ein A und gleichzeitig eine 5! Damit meine erste 1,0 um Hauptdiplom:)! Ihr könnt euch bestimmt mein breites Grinsen vorstellen, dass ich auf dem Gesicht hatte, nachdem ich das gesehen hab!!!

Das war ein Grund zum Feiern. Am Freitag Abend war bei Felix im Haus Helloween-Party! Ich bin ja nun nicht der begeisterte Helloween-Fan, aber durch Katrins Überredungskunst bin ich dann doch noch in das Vergnügen gekommen. Hatten uns ein paar Sachen zum "Einfärben" besorgt und waren mit der Verwandlung über zwei Stunden beschäftigt. Als Belohnung für unsere Mühe bekamen wir sehr lustige Kommentare und manche haben uns auch erst auf den zweiten Blick erkannt:)! Sehr amüsant!!!
So, hier noch ein paar Fotos davon (wie gehabt: das Album öffnet sich, wenn ihr auf das eine Foto klickt); ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen noch ein paar mehr organisieren kann ...
Helloween

Gestern war Putztag in meinem Korridor! Hört ihr das zum ersten Mal von mir? Richtig, gab es hier auch noch nie. Es gibt eine Putzkolonne, die jeden Mittwoch im Korridor, im Gemeinschaftsraum und in der Küche den Fußboden wischt. Wenn die Arbeitsfläche leer ist, dann soll die wohl auch abgewischt werden ... allerdings ist die nie leer! Bei manchen stapelt sich das schmutzige Geschirr, woanders die leeren Dosen und in der Spüle ... ich erspar euch das! Die kleinen Krabbeltierchen sollte ich noch erwähnen, die man ab und zu sieht!
Aber jetzt zu gestern: Als ich mir mein Essen machen wollte, waren Charlotte und Mario in der Küche fleißig am schrubben; hab dann erstmal mitgeholfen und nach einer Stunde Arbeit sah es richtig gut aus. Also mit dem richtig gut ist das etwas schwierig, da unsere Haus zu denen gehört, die noch nicht renoviert wurden und somit die Küche auch schon einige Jahre auf dem Buckel hat; aber im Verhältnis zu vorher sieht sie echt gut aus!

Das wars erstmal wieder aus Linköping!
Bis die Tage :)!

Dienstag, 30. Oktober 2007

Bevor es November wird ...

... will ich doch nochmal ein Lebenszeichen los werden. Es ist einiges passiert, seit ich das letzte Mal von mir hab hören lassen! Um alles ganz genau aufzuzählen, wäre meine Zeit zu kurz und euch würde es wahrscheinlich nur langweilen, wenn ihr ein paar Stunden lesen müsstet;)!

Als letztes hatte ich davon berichtet, dass wir unsere Overalls nähen und ein Kravall vor der Tür steht. Mittlerweile habe ich schon drei Kravalle hinter mir und sammle fleißig Patches und nähe diese auf. Fotos gibt es zum "Urzustand"; ich hoffe, euch bald noch aktuellere Fotos von ihm zeigen zu können.
Dazu wäre meine Digicam nicht schlecht. Meine macht nach Lust und Laune mal gute, mal verschwommene Fotos. Deswegen ist sie jetzt in Deutschland unterwegs und kommt bald hoffentlich wieder voll funktionsfähig bei mir an!!!
Meine Eltern und Schwester haben diese mit nach Verden genommen, nachdem sie mich das letzte Septemberwochenende besuchten. Das waren sehr schöne fünf Tage und das nicht nur, weil sie meinen Alkoholvorrat mit Wein, steuerfreiem Bier von der Fähre und anderen deutschen Köstlichkeiten aufgefüllt hatten;). Haben in der Zeit u.a. die Astrid-Lindgren-Welt in Vimmerby samt original Schauplätzen in Bullerbyn und Katthult, die Küste, Norrköping, die Bergschleusen, Klosterkirche in Berg und und und unsicher gemacht;)!
Mitte September hatte ich auch schon Heimatbesuch: Sonja! Nach einigen Ankunftsproblemen (und Sorgern meinerseits) machten wir uns ein paar schöne und lustige Tage. An dem Sonntag hatte Janina Geburtstag, sodass wir zu viert (Jesper, Janinas Freund war das Wochenende auch da) noch eine Ausflug nach Västervik (liegt an der Ostküste) unternahmen.
September

Ja und Anfang Oktober war dann der Spaß auch vorbei. Lernen war angesagt. In Manufacturing Control (MC) mussten wir über ERP (Enterprise Resource Planning; für die, die es interessiert...) eine Projektarbeit schreiben. Waren dazu auch bei Volvo und Siemens und durften das, war wir gelernt hatten, mal unter die Lupe nehmen.
Dazu mal ein Einschub: Das eine Werk lag eine, das andere zwei Stunden mit dem Auto entfernt. Die Uni hat hier jede Menge Autos rumstehen. So trafen wir uns morgens auf dem Uniparkplatz und unser Dozent sammelte uns ein. Wir hatten also keinerlei Kosten, weder Benzin noch andere Fahrtkosten. Mittag gabs in der Kantine oder wurde extra für uns angeliefert! Solche Exkursionen macht man doch gerne mit.
Die Projektarbeit mussten wir dann am 19. Oktober abgeben und am 18. Oktober hatte ich meine mündliche Prüfung in dem Fach. Die Lernerei war ganz schön stressig. Fachbücher auf Englisch durchwälzen gehört jetzt schon fast zu meinen Lieblingsbeschäftigungen:). Würde es keine Online-Lexika geben, wäre ich wohl aufgeschmissen.
Ab dem 15. hat Marco eine Woche Linköping unsicher gemacht ... naja, die ersten Tage bis zu meiner Prüfung hatte er wohl eher mit meinen Launen zu kämpfen! Wer mich kennt, der weiß ja, dass ich direkt vor Prüfungen doch ganz schön anstrengend sein kann;)!
Aber um die Sache jetzt mal auf den Punkt zu bringen: Die Prüfung ist gut gelaufen. Ich habe eine 5 bekommen mit einer kleinen Abstufung zur 4. Nachdem ich meinen Dozenten wohl sehr verwirrt angeguckt haben muss, hat dieser mich aufgeklärt. Es gibt die Noten 3, 4 und 5, wobei 5 das Beste ist. Diese Note wird dann noch mal umgerechnet in A, B, C, D oder E und dann zu Hause auf unsere Notensystem; bin gespannt was rauskommt. Meine endgültige Note in MC wird zusammen mit der Projektarbeit festgelegt. Ich hoffe, ich erfahre sie demnächst.

Nach dem Stress sind Marco und ich am Sonntag nach Stockholm gefahren. Außer das es super kalt war, vor allem wegen des eisigen Windes, war es sehr schön! Wir haben in einem Hostel in Gamla Stan, der Altstadt, übernachten, direkt um die Ecke vom königlichen Palast. Montag Abend ist Marco dann zurück nach Deutschland geflogen und ich bin mit dem Bus nach Linköping.

Am Mittwoch ging der Ernst des Lebens wieder los: das zweite Quarter vom Herbstsemester. Das sah so aus, dass ich Donnerstag den ganzen Tag frei hatte und Freitag sind wir zu sechst nach Stockholm. Reisegruppe: Janina, Simon, Daniela (eine Freundin aus Simons Heimat), Paco und Jose (beide letzteren aus Spanien). Freitags früh um 8Uhr ging es los mit dem Bus.
Dazu eine kleine Bemerkung: Das Busnetz ist in Schweden total gut ausgebaut. Man kommt quasi überall mit dem Bus hin, also Langstrecken, und ist für Studenten gar nicht mal so teuer, sogar günstiger als mit dem Zug.
In Stockholm haben wir dann das Touriangebot abgearbeitet: Am Freitag plünderten wir im Schloss die Schatzkammer, schauten das Museum übers Schloss (Tre Kronor) an und breiteten uns in den königlichen Gemächer aus:). Abends waren wir dann in DER " Absolut Ice Bar". Dort bekamen wir einen dicken, warmen Überwurf, damit wir bei den -5°C dort nicht erfrieren. Zur Aufwärmung gab es ein Getränk, natürlich mit Absolut Vodka, für stolze 180 SEK, ungefähr 20 Euro. Teuer, aber es hat sich gelohnt.
Samstag waren wir morgens früh im Stadshuset, dem Rathaus der Stadt, und haben eine englischsprachige Führung mitgemacht. Im Stadshuset findet am 10. Dezember auch das Nobelbankett statt. Wir sind sogar die Treppen herunter geschritten, die auch die Königsfamilie an diesem Abend nehmen wird. Weiterer Programmpunkt: Vasa-Museum. Dort steht die Vasa, ein Segelschiff, dass 1628 auf seiner Jungfernfahrt im Stockholmer Hafen sank und 1961 geborgen wurde. Wen es interessiert, der sollte mal "Vasa" bei Wikipedia nachschlagen.
Den Rest des Nachmittags haben wir die Kassen in Stockholms Geschäften gefüllt;)!
Am Sonntag genossen wir morgens einen wunderbaren Ausblick über Stockholm vom Aussichtspunkt Katharinenhissen aus, machten uns im Stadtmuseum noch über die Geschichte Stockholm schlau, bevor wir dann um 13:15 den Wachwechsel am Schloss besuchten. Nach weiterem schlendern durch Gamla Stan und andere angrenzende Inseln (Stockholm liegt auf 14 Inseln und besteht zu 30% aus Wasser) waren unsere Füße echt müden vom vielen Laufen und waren froh, dass es abends zurück nach Linköping ging ... mit dem Bus;)!
Fest steht, dass es an einem Adventswochenende nochmal nach Stockholm geht ...!
Oktober

Achja, und für die, die es noch nicht mitbekommen haben und auch noch nicht auf den Fotos entdeckt haben: Meine Haare sind ab:)!

So, jetzt seit ihr erstmal wieder auf dem neuesten Stand! Über meine Pläne für November werde ich euch demnächst noch informieren!
Liebe Grüße an euch fleißige Leser ;)!!!

Sonntag, 7. Oktober 2007

Ja, ich lebe noch!

Ich weiß, länger nicht geschrieben ... sorry! Aber ein paar gute Neuigkeiten habe ich für euch:
1) Mir geht es gut!!!
2) Die Prüfungsvorbereitungen laufen vielversprechend!
3) In knapp zwei Wochen habe ich meine Prüfung und Abgabe der Projektarbeit hinter mir!
4) Ich hab einiges erlebt in der letzten Zeit!
voraus sich schließen lässt:
5) Hier wird bald viel Neues zum Lesen und Anschauen zu finden sein!
und:
6) Ich versuche, in der kommenden Woche schon mal damit anzufangen ... soweit mein Lernplan das zulässt!

In diesem Sinne,
liebe Grüße,
eure Gesa

Mittwoch, 12. September 2007

Ein ereignisreiches Wochenende!

So langsam kehrt der Alltag bei uns Erasmus-Studenten ein. Auch bei den letzten haben die Vorlesungen angefangen und es gibt reichlich zu tun. Naja, wir sind hier ja auch nicht nur zum Party machen, sondern wollen ja auch was lernen, nech:)?
Aber als gut organisierter Student kann man ja auch beides!

Am letzten Freitag stand das Welcome Dinner für die Austauschstudenten auf dem Programm, ein sog. Sittning. Ich habe ja schon einmal von einem Dinner berichtet, aber diesmal werde ich noch mehr von den Besonderheiten schreiben!
Bei einem Sittning sind erstmal schicke Klamotten gefordert. Hatten uns also alle schön rausgeputzt, bevor wir am Freitag Abend in einer Fahrradkolonne Richtung Stadt aufbrachen.
Der Dinner-Gesellschaft steht ein Toastmaster vor, einer der Veranstalter. Jeder hat ein Liederheft an seinem Platz liegen, in dem auch die Regeln des Dinners stehen:
Tempo!: Wenn man möchte, dass der Toastmaster einen Song anstimmt (es gibt nur Trinklieder...), dann rufen alle: "Oooooooooooh Tempo!"
Gyckel: Während des Dinners kann etwas vorgetragen werden, z.B. ein Lied oder Sketch.
Omstart: Wenn einem das Gyckel gefallen hat, dann rufen alle: "Oooooooooh Omstart!" (was so viel wie "noch einmal" heißt) und die Vortragenden müssen nochmal ran!
Welcome Dinner

Das ganze Dinner läuft also sehr laut ab (ca. 250 Studenten), wie ihr euch vorstellen könnt. Nach einem 3-Gänge-Menü und vielen Lieder, haben auch wieder die einzelnen Nationalitäten etwas aufgeführt. Die deutsche Gruppe (ca. 100 Personen - die Bühne war voll) war mit "Bommerlunder " und "Was wollen wir trinken" am Start! Nach dem Dinner ging es dann noch mit einer Party weiter.

Für Samstag hatte das ESN-Team einen Trip nach Småland geplant, ein südlicher Teil Schwedens (Nein, nicht in die Kinderwelt von IKEA;) ). Um 8 Uhr war Abfahrt mit dem Bus in Ryd. Nach drei Stunden Busfahrt kamen wir in Kosta an. In diesem Ort ist die größte schwedische Glasfabrik, in der noch von Hand gearbeitet wird. Nach einem kleinen Vortrag über die Geschichte und Arbeitstechniken konnten wir noch zwei Leuten bei der Arbeit zugucken. Das war super interessant, weil man am Anfang nicht wusste, was sie grad herstellen. Was erst wie eine Vase aussah, wurde zur Schale, um dann als Teller zu enden.
Småland

Nach einem Einkauf im werkseigenen Laden (das waren sooooo viele tolle Sachen) fuhren wir mit dem Bus weiter zu einem Elchpark, der ganz in der Nähe war. Da wir auf unserem Göteborg-Trip ja schon Elche gesehen hatten, war das nicht mehr so das besondere Erlebnis. Ich habe da angefangen, die Schweden zu verstehen, die sich immer wundern, warum wir so wild auf Elche sind:)! Es standen auch nur Autos mit deutschen Kennzeichen auf dem Parkplatz!
Der Elchpark besteht aus einer 4ha großen Fläche. Um einen kleineren Teil herum führt ein "Wanderweg". An mehreren Stellen sind Aussichtspunkte aufgebaut, sodass man die Elche im Wald suchen kann! In einem Shop beim Elchpark konnte man dann noch eine Elch-Wurst oder Elch-Burger kaufen und selbst grillen. Das war vielleicht ein bisschen makaber direkt neben dem Park, aber sehr lecker;)! Danach ging es wieder auf den Heimweg.

Zurück in Ryd gab es dann noch eine Nähsession bei Katrin. Bei den Kravallen und auch anderen studentischen Veranstalungen tragen die Studenten Overalls. Jede Fachrichtung hat ihre eigene Farbe, sodass man gleich erkennen kann, mit wem man es zu tun hat. Auf die Overalls werden an Armen und Beinen noch Stoffstreifen aufgenäht, auf das rechte Bein kommt der Name und der Rest des Overalls wird mit Patches (Stoffaufnähern) verschönert. Die Maschbauer tragen einen roten Overall mit gelben Streifen. Wäre aber ja auch zu einfach, wenn das für alle gilt. Die Maschinenbauerinnen haben die eine Hälfte des Overalls in gelb. Also haben wir das linke Bein einmal komplett mit gelbem Stoff "ummantelt". Samstag drei Stunden, Sonntag zwei Stunden, Dienstag noch mal zwei ... man hat ja sonst nichts zu tun;)! Morgen ist dann Premiere: Der nächste Kravall steht vor der Tür und der Overall wird eingeweiht!

Wo ich schon mal bei Thema Kravall bin: Wir passen uns so langsam den Schweden an und werden schon genauso verrückt beim Anstehen für Tickets wie sie.
Tatort: C-Building, Campus Valla, Linköping, Sweden
Zeit: Montag Morgen, 0:15 Uhr
Anwesende: Janina, Boris, Hanna und ich
Ich wollte schon immer mal die erste sein, die die Uni morgens betritt.
Ihr denkt jetzt wahrscheinlich, die spinnen doch ... richtig, aber das tuen die Schweden auch und wir wollen ja keine Außenseiter sein.
Also haben wir erstmal Quartier bezogen am ersten Tisch der Schlange, die schon von den Organisatoren aufgebaut worden war. Nach einem Beweisfoto unter der Uhr kamen noch zwei Deutsche um halb eins und noch drei Schweden um 0:45. Nach der ersten DVD schliefen Hanna und Boris schon, während Janina und ich gleich die nächste starteten. Gegen drei Uhr kamen die nächsten Schweden und ab halb 5 haben auch Janina und ich versucht zu schlafen (natürlich hatten wir unsere Schlafsäcke dabei) und wurden nur einmal von einem Wachmann gestört, der unseren Studentenausweis sehe wollte. Ab 5 Uhr wurde es dann stetig voller und um 8 Uhr war ich die erste, die ein Ticket in der Hand hielt ... mit einem super breiten Grinsen im Gesicht, trotz nur 30 Minuten Schlaf!
Ansonsten standen keine verrückten Taten mehr auf dem Plan diese Woche. Ich pendel fleißig zwischen Norrköping und Linköping hin und her und mein Schreibtisch ist mein neuer bester Freund oder der PC an der Uni, an dem ich mich mit Matlab quäle!
Die exclusiven Fotos vom Kravall im Overall gibt es dann nächste Woche!

Dienstag, 4. September 2007

Schwedischklausur - gut überstanden!

Am Samstag morgen stand uns die Schwedischklausur bevor. Start: 8 Uhr! Um pünktlich zu sein, wollten Janina und ich um halb 8 losradeln. Also bin ich Freitag Abend nicht zu spät ins Bett gegangen und habe auf 6 Uhr den Wecker gestellt. Ich habe ja noch nie wirklich in meinem Leben verschlafen und schon gar nicht, wenns drauf ankommt; bin da doch eher der Frühaufsteher. Aber einmal ist immer das erste Mal: Ich habe also spontan um 6 Uhr den Wecker ausgemacht, gedacht, dass es noch ganz schön dunkel und kalt ist und bin wohl wieder eingeschlafen. Der Schock beim zweiten Aufwachen: Es ist zwar immer noch kalt, dafür aber auch hell --> 7:15!!!
War also nichts mehr mit duschen und in Ruhe frühstücken! Also rein in die Klamotten, aus dem Kühlschrank noch schnell eine Scheibe Brot genommen und Janina pünktlich abgeholt. Sie hatte sich schon gewundert, warum ich sie mich nicht bei ICQ gesehen hatte, wo ich ja morgens doch immer on bin. Aber wenn mein Handy ausgeschaltet ist, kann sie ja auch nichts machen;)!
Waren dann noch einer der ersten, die den Raum gefunden hatten. Raum, naja wohl eher Halle. Am Eingang lagen Listen aus, auf denen man ein Häkchen hinter seinen Namen setzen musst und sich dann in einen der bunt gekennzeichneten Bereich setzen. Taschen und Jacken mussten am Rand das Raumes aufbewahrt werden. Also alles ganz streng!
In der Einführungswoche hatte man uns schon erzählt, dass die schwedischen Studenten nicht schummeln und es auch nicht mögen, wenn das andere machen; also dann auch anschwärzen. Als wenn man eine Möglichkeit dazu gehabt hätte ....! Wenn doch jemand erwischt wird, dann gibt es ein uni-internes Gericht, dass über solche Fälle entscheidet und eine Sperre bis zu einem halben Jahr verhängen kann. Letztes Jahr soll es wohl über 60 Verdachtsfälle gegeben haben und 25 "Verurteilungen".
Unsere Klausur war von 8 bis 12 Uhr angesetzt; aber nach einer Stunde wusste ich nicht mehr, was ich schreiben sollte ... war fertig, wie die meisten anderen auch. War also nicht wirklich schwer!
Das ist auch noch mal ein großer Unterschied zu Maschbau in BS: Hier sind alle Klausuren für einen sehr langen Zeitraum angesetzt, der aber eigentlich nie benötigt wird. Also keine Hektik und Panik, dass ich es zeitlich nicht schaffen könnte, während den Klausuren im nächsten Jahr *freu*!!!

MIttags fuhren Janina und ich mit dem Rad in die Stadt. Eine Strecke sind ungefähr vier Kilometer. Öffentliche Verkehrsmittel müssen extra bezahlt werden. Ob ich im Winter also in die Stadt fahre, werde ich mir dreimal überlegen;)!
In der Stadt stellten wir mal wieder fest, wie klein doch Linköping ist und das Shoppen mehr anstrengend als entspannend ist. Man ist quasi immer auf der Suche nach einem Geschäft, wo man das Benötigte findet.

Abends waren wir erst noch auf einer Korridorparty bei Simon, um dann später noch ins HG zu gehen. Also eins weiß ich jetzt schon: Die Studentenpubs werde ich in Deutschland definitiv vermissen. Mittlerweile hat man sich auch an den schwedischen Musikmix gewöhnt (Ja, mich kann man jetzt auch ohne Widerstand ins "Merz" mitnehmen!) und es laufen keine "Kinder" wie im "Joker" herum ... alles eben nur Studenten.

Am Sonntag war dann Ausschlafen und Lernen angesagt. Und so langsam bahnten sich Halsschmerzen an. Gestern und heute hatte ich keine Vorlesungen. Habe also viel im Bett gelegen, heißen Tee getrunken und nun bin ich schon fast wieder fit! Also kein Grund zur Sorgen! In den letzten Tage haben fast alle etwas gehabt: Erkältung, Kopfschmerzen ... geht wohl was rum! Bei der Kälte auch kein Wunder *brrr*!

Sonnige Grüße (es scheint grad echt mal wieder die Sonne) aus Linköping,
eure Gesa

Freitag, 31. August 2007

Totale Untertreibung!!!

Pahh, von wegen Herbst! 4 Grad waren es heute um 9Uhr, als ich fröstelnd mit dem Rad zur Uni los bin! Wenn das so weitergeht, dann liegt hier nächste Woche Schnee und ich wollte doch eigentlich noch nen bisschen warten, bis ich meine Winterjacke raushole ...! Es ist doch schließlich noch August:)!

Morgen
(Samstag) dürft ihr mir die Daumen drücken. Von 8-12 Uhr ist die schriftliche Prüfung vom Intensiv-Sprachkurs. Werde dann jetzt nochmal ein paar Vokabeln lernen, damit das auch klappt!

LG und eine schönes Wochenende, eure Gesa

Donnerstag, 30. August 2007

Der erste Monat ist fast rum!

So viel hat sich seit meinem letzten Eintrag nicht getan; aber ich muss ja auch nicht immer warten, bis ich dann drei Stunden brauche, um euch auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen:)!

Meine erste Vorlesung
Eigentlich sollte "Introduction in Matlab" am Montag um 8Uhr stattfinden; das die Vorlesung ausfällt, habe ich aber erst auf dem Weg zur Uni raus bekommen, als ich mich schon so früh aus dem Bett gequält hatte:)! Am Dienstag war es dann aber endlich soweit:
Manufacturing Control -- wird mir als Fabrikplanung angerechnet. Natürlich hat Klein-Schussel-Gesa am Sonntag, als ich eigentlich nur gucken wollte, in welchen Räumen meine Vorlesungen sind, festgestellt, dass die eine am Campus in Norrköping gehalten wird.
Norrköping liegt ungefähr 40 km östlich von Linköping und dort gibt es auch einen kleinen Campus, der zu dieser Uni gehört. Aber zum Glück gibt es die tolle Einrichtung namens Campusbus. Mit meiner LIU-Card (Studentenausweis) darf ich diesen Bus kostenlos nutzen, der stündlich zwischen den beiden Campi pendelt (dauert ca. 35 Minuten).
Als ich also Dienstag Mittag in Norrköping ankam, hab ich mich erstmal verlaufen, bevor ich dann noch rechtzeitig meinen Vorlesungsraum gefunden habe. Der Dozent, Ou Tang, ist noch ziemlich jung, kommt aus China und spricht fast akzentfreies Englisch - zu meiner Freude!!! So muss ich mich also nur mit den Fachwörtern quälen:)!
Wir sind gerade mal 16 Leute in diesem Kurs und durften uns zu Anfang erstmal alle vorstellen. Was ich von diesem Kurs erwarte, sollte ich auch noch sagen: Naja, er wird mir anerkannt und passt eben in meinen Studienplan! So hab ich das natürlich nicht gesagt ... aber was die schwedischen Studenten für Erwartungen haben, wow! Ich hab da mal ein bisschen nachgeplappert:)! Aber es ist schon eine ganz andere Atmosphäre hier in den Kursen. Gibt kein "Sie" und alles etwas lockerer.
Aber der Schein trügt: Erstmal ein Buch kaufen (80€ - zum Glück jetzt übers Internet für weniger als die Hälfte bestellt) und bis morgen gleich mal 60 Seiten lesen. Dank LEO - dem ultimativen Internet-Wörterbuch - bin ich schon auf Seite 3. Innerhalb der nächsten sieben Wochen habe ich noch diverse Vorlesungen, Seminare und Labore in diesem Fach; dann steht eine Hausarbeit, deren Präsentation und eine mündliche Prüfung an. Ich bin gespannt, wie das alles wird! Morgen früh gehts also mit dem Bus erstmal wieder nach Norrköping.

Banken in Schweden
Heute habe ich Post bekommen!!! Endlich, meine Bankkarte ist da! Nachdem ich schon von der unzuverlässigen Nordea-Bank geärgert wurde, habe ich jetzt ein Konto bei der Handelsbanken (für Spenden rücke ich auch meine Kontodaten raus :) ...)! Ich habe das Konto am Montag eröffnet, konnte am selben Nachmittag schon online-Banking machen und heute kam die Karte etc.. Auch wenn hier viel auf Englisch geht, aber die Bankseite gibt es leider nur auf schwedisch. Und die beigelegte Broschüre zur Karte war natürlich auch auf schwedisch. Beim Durchblättern hab ich dann so Bildchen gesehen, dass ich meine neue Karte wohl im Internet freischalten muss. Und ich bin echt stolz auf mich ... wenn ich richtig übersetzt habe, dann hat das wohl auch funktioniert mit den ganzen Eingaben etc.!
Aber wie schnell das gehen kann ... könnte ich jemandem auf englisch - oder besser noch schwedisch - so richtig die Meinung sagen, dann würde ich glatt nochmal zur Nordea gehen:)!

Der Herbst ist da!
Die Schweden finden das Wetter wohl noch sommerlich - zumindest wenn man sich die Kleidung mal anguckt, in denen die Frauen hier so rumlaufen. Da fällt man immer auf - ein ganz anderer Kleidungsstil als bei uns! Oder sind knallbunte Leggins mittlerweile in Deutschland auch schon an mindestens jedem zweiten weiblichen Wesen zu finden?
Aber um nochmal zum Wetter zurückzukommen: Morgens sind es jetzt ca. 8°C, was bis 12Uhr auch noch so bleibt. Wenn die Sonne dann rauskommt, kann es einem in der Jacke schlagartig zu heiß werden, ist sie wieder weg, fängt man an zu frieren. Ich finde die Temperaturunterschiede innerhalb eines Tages hier echt gewaltig (habe das aus Deutschland nicht so in Erinnerung). Aber bei euch scheint ja auch kein Sommer mehr zu sein:)!
Zum Glück scheint ab mittags die Sonne in mein Fenster, sodass es hier schön war ist, auch noch ohne Heizung.

Weihnachten
Nein, keine Angst, ihr hab noch genug Zeit, um Geschenke zu kaufen:)! Weihnachten ist noch nicht nächste Woche!
Aber: Ich habe Vorgestern mein Flugticket für Weihnachten gebucht. Nach meiner letzten Klausur am 20. Dezember geht es dann am 21. direkt in den Flieger nach Hause (bzw. aus Lübeck werde ich dann wohl abgeholt). Das Raynair aber auch nur so kleine Flughäfen anfliegt, tz tz! Am 14. Januar 2008 geht´s erst wieder zurück ... wer mich also gerne sehen möchte: Ich bin über drei Wochen in Deutschland ... Termin werden ab sofort vergeben:)!

Das wars dann heute erstmal von mir. Muss mich noch ein wenig meinem Wälzer hier widmen und lernen! Später geht´s dann noch in die Stadt ins Platå ... man kann ja nicht nur lernen;)!

Liebe Grüße aus dem Norden an alle fleißigen Leser!!!

Sonntag, 26. August 2007

München Hoben - mein erster Kravall

Letzten Mittwoch habe ich meinen ersten Kravall hinter mich gebracht. Ein Kravall ist eine große Studentenparty, also quasi vergleichbar mit den AudiMax-Partys (nur wesentlich mehr Besucher hier). Aber es sind ein paar Regeln zu beachten:
Natürlich muss sich vorher für die Tickets angestellt werden. Wenn man dann glücklich ein Ticket in den Händen hält, erstarrt man erstmal, weil dort folgende Zeit angegeben ist: 17Uhr - 1Uhr! Man sollte gut informiert sein: Was wäre eine Veranstaltung in Schweden ohne Queuing? Es gibt bei diesem Kravall, welcher an das Münchener Oktoberfest angelehnt ist, einen heiß begehrten Maßkrug für die Ersten in der Schlange. Deshalb hieß es um 16Uhr "Auf zur Party" bzw. "Ab in die Schlange"! Das war schon komisch, sich im Sonnenschein für eine Party anzustellen; aber was tut man nicht alles, um so einen Krug zu bekommen:)!
Um 17:30 kamen wir dann auch endlich auf das Partygelände. Dort erwartete uns Bier aus unserem EIGENEN Maßkrug und die BigBand der Uni spielte Musik. Dazu machten sich noch ein paar schwedisch Studenten völlig schamlos zum Affen. Damit haben die hier allgemein kein Problem. Je schräger man aussieht, desto besser ist es. Das war auch der Grund warum der Satz "Die spinnen die Schweden!" an diesem Abend öfter gefallen ist als eh schon in den letzten drei Wochen.
Munchen Hoben

Aber klagen konnten wir an diesem Abend erstmal nicht: Es gab eine Live-Band, die Warteschlangen für Getränke war nicht so schlimm wie für den Einlass und genug Dixi-Klo´s gabs auch:)! Leider hörte um 21 Uhr die Band auf zu spielen und es gab eine kleine Flaute. In eine paar kleineren Zelten legten noch regional bekannte DJ´s auf, aber so richtig konnten sie uns nicht überzeugen. Also machten wir uns um 23 Uhr mit ca. 12 Leuten auf den Weg zu einem Korridor, wo wir die altbekannten Spiele "Kommando Pimperle", "Ribbel-Dibbel" und King Kong" spielten.
Als Zusammenfassung: Mir wurde München Hoben als der beste Kravall des Jahres beschrieben ... aber irgendwie hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Ich hoffe, die nächsten werden besser!