Montag, 4. Februar 2008

Kiruna: Kälte, Hunde, Schnee, Natur und nochmal Kälte!

Von diesen Schlagwörtern war unsere Zeit in Kiruna geprägt. Wir, das waren Katrin, als unsere Reiseleiterin;), Janina, Steffi, Dominik, Simon, Boris, Wende, Tobias, Benjamin und ich.

Mittwoch, erster Tag:
Los ging es am Mittwoch (23. Januar) morgens um halb 7! Nach Bus, Zug und Flieger kamen wir um 14:30 in Kiruna an. Mit dem Taxi fuhren wir Mädels gleich zum richtigen Hostel; hatten ja auch die wissende Katrin mit an Bord; während die unwissenden Jungs auf ein Sammeltaxi warteten und sich zum falschen Hostel fahren ließen. Nach einem Marsch durch die Kälte (-16° mit Wind) kamen sie dann doch noch an und wir gingen fröstelnd zum Einkaufen.
In der Stadt konnten wir die Anfänge vom Snöfestival (Schneefestival) begutachten. Jedes Jahr bekommen zehn Teams aus verschiedenen Nationen einen "Schneewürfel", der vielleicht 10m³ groß ist. Die Teams haben vier Tage Zeit, eine Skulptur daraus entstehen zu lassen. Am Mittwoch Abend konnte man kaum erkennen, was es jeweils werden sollte, wozu wir am Samstag aber noch Gelegenheit bekamen.
Nach Kochen, Abendessen, Karten spielen und einem Glas Wein gingen wir nicht zu spät ins Bett, da ein spannender neuer Tag auf uns wartete.

Donnerstag, zweiter Tag:
Um 9 Uhr wurden wir zusammen mit einer anderen Gruppe am Hostel abgeholt. Abgesetzt wurden wir in der Wildnis neben einem Bauwagen. Wenig später kam Henrik Taube, der Veranstalter von unserem gebuchten Zwei-Tage-Programm. Nach dem Einkleiden (warme, wasserfester Schuhe und dicke Hose) wurden drei Hundeschlitten mit je fünf Hunden fertig gemacht. Insgesamt waren wir 25 Leute, sodass durchgewechselt wurde: je drei Personen pro Hundeschlitten, die anderen auf Snowmobile oder deren Anhänger.
Auf ging es durch die Natur auf schmalen Wegen. Ein echtes Gefühl von Freiheit umkam uns, als nur die Ketten vom Hundegeschirr und die Kufen des Schlittens zu hören war. Einfach unvergesslich! ... besonders, weil man die Schlitten auch selber lenken durfte. Das bestand allerdings hauptsächlich im Bremsen! Die Hunde sind schon immer von alleine los gerannt!
Wider Erwarten war es gar nicht so dunkel, wie wir befürchtet hatte. Zwar war die Sonne kaum zu sehen, aber die Dämmerung ist ganz schön lang und gerade durch den Schnee, war es ziemlich hell.
Nach ca. zehn Kilometern kamen wir an einem Seeufer an. Die Hunde wurden vom Schlitten befreit und an Leinen festgemacht. Auf einen abgesteckten Weg sollten wir über das Eis zum Camp Wildnis gehen. Nur der Satz "Das Eis ist sicher!" und drei Minuten später "Aber haltet ein bisschen Abstand zueinander!" machte mir etwas Angst ...!
Im Camp angekommen trafen wir auf vier Studenten ebenfalls aus Linköping, die uns berichteten, dass sie am Vortag bei -32° mit dem Schlitten gefahren sind. Gut, dass wir nur -10° hatten:)!
Nach Holzhacken, Wasser aus dem See holen und einem Barbecue in einer kleinen gemütlichen Hütte wurde dann unsere Muskelstärke gefordert: Petter, der eine samische Campbetreuer, hatte sein Snowmobil samt Anhänger an einer dünnen Stelle übers Eis gefahren und war eingekracht. Zum Glück in Ufernähe, sodass nach Befestigung von Seilen und kräftigem Ziehen beides wieder festen Boden unter den Füßen, ähm Kufen, hatte.
Nach einer Rentiersuppe zum Abendessen, mehreren Sauna-Gängen für die einen und Trinkspielen für alle - irgendwie muss man ja warm werden;) - schliefen wir tief und fest bis zum nächsten Morgen in "unserer" Hütte nach samischen Baustil ohne Strom, Wasser und Heizung.
Kiruna 1+2
Freitag, dritter Tag:
Kaum zu glauben, aber trotz zehn Leuten in unsere Hütte sind die ersten erst gegen 10Uhr aufgewacht. Die Kälte macht ganz schön müde! Nach einem Frühstück in unsere Hütte, Spazieren durch den Schnee und wieder Essen, das Rentierfleisch enthielt, ging es nach dem Mittag zurück Richtung Kiruna. War wieder ganz schön kalt, aber einfach einmalig. Nach Abgabe unsere "Ausrüstung" wurden wir in die Stadt gebracht. Während die einen mit einem Mietwagen Einkaufen fuhren, sind wir anderen von dem Vermieter unserer Hütte, Zuhause für die nächsten zwei Tage, abgeholt worden. Diese lag ca. 20 km außerhalb von Kiruna direkt an einem See.
Auf 130m² konnten wir uns austoben und nutzten abends die Chance vom See aus (nein, keine Eisschwimmen) nach Nordlichtern Ausschau zu halten. Freitag Abend konnte man auch ganz leicht einen Schimmer ausmachen, aber leider nicht so stark, wie man es von Bildern kennt. Dafür konnten wir den schönen Sternenhimmel samt Milchstraße betrachten.

Samstag, vierter Tag:
Verschiedene Freizeitaktivitäten standen auf dem Programm. Während eine Gruppe die Landschaft vom Snowmobil aus erkundete, machten Katrin, Janina, Simon, Benni und ich uns auf den Weg nach Abisko. Dieser Ort liegt 90km westlich von Kiruna und hat als besondere "Attraktion" den Kungslegen (Königsweg), wenn man Natur, Weite und Schnee als dieses bezeichnet. Wir haben dort drei Stunden lang die pure Natur genossen; wenn man stehen geblieben ist und ganz ruhig war, hat man absolut nichts gehört. Ringsherum waren Berge und gaaaaaanz viel Schnee. Es war wunderschön, quasi wie unberührt!
Wenn mich der Schnee schon nicht in Linköping besucht, dann muss ich ihm wohl hinterherreisen ;)!
Auf dem Rückweg sind wir in Kiruna noch am Schneefestival vorbeigekommen. Mittlerweile waren die Skulpturen fertig und einige echt schöne dabei. Ganz schön erstaunlich, was in drei Tage möglich ist und dass das auch alles so statisch hält! Werde ein paar bei den Fotos mit reinstellen.
Am Abend wieder in der ganzen Gruppe vereint gab es noch eine Feuerzangenbowle.
Kiruna 3+4
Sonntag, fünfter Tag:
Nach dem Putzen unsere riesigen Hütte wollten wir einen Shuttleverkehr mit unserem Mietauto zum Icehotel einrichten. Nachdem die erste Gruppe schon unterwegs war, kam eine Frau zur Übergabe und erklärte uns einen Weg durch den Wald, ca. 4km, direkt zum Icehotel. Da die Sonne schien, mussten wir nicht lange überlegen. Das restliche Gepäck wurde mit dem zweiten Transport mitgenommen und wir machten uns zu fünft auf den Weg - wie sollte es anderes sein - durch Natur (!!!) zum Icehotel. Schnee, Schnee, Schnee, Wald und dann über einen See, der viele Risse im Eis hatte. Das ein entgegenkommendes Auto getragen wurde, beruhigte mich etwas ... :)!
Das Icehotel ist ein echtes Muss, wenn man Kiruna besucht. Es liegt etwas außerhalb in Jukkasjärvi. Den teuren Eintritt von 250 SEK (ca. 27 Euro) war es auf jeden Fall wert.
Das Hotel besteht komplett aus Schnee und Eis und hat günstige, einfach ausgestattete Zimmer und "artrooms", die kunstvoll gestalteten Zimmer, die mich zu sehr!!! vielen Fotos verleiteten.
So eine Übernachtung kann bis zu 600 Euro kosten ... und das trotz schlecht geheizten -5°C :)!
In der Stadt gabs dann noch ein Abschluss-Essen in einer Pizzeria, bevor es zurück nach Linköping ging. Aus dem Flugzeug konnten wir noch kurzzeitig Polarlichter erspähen, bevor sich unser Flugzeug gen Süden ausrichtete. Gegen 2Uhr nachts waren wir wieder zu Hause und uns erwartete ein zarter Hauch von Schnee ... der Wahnsinn!
Kiruna 5

Dienstag, 22. Januar 2008

Willkommen in 2008

... und dabei ist der Januar auch schon bald wieder rum! Aber trotzdem schön, wenn ich noch fleißige Leser habe, wobei mein Fleiß ja mehr zu wünschen übrig lässt!

Letzte Woche Montag bin ich spät abends wieder in Linköping angekommen. Drei wunderbare Wochen in Verden, mit kleinen Abstechern nach Hehlen und Braunschweig, lagen hinter mir. Auch wenn es mir ein bisschen schwer fiel, wieder zu fliegen und das behagliche Nest zu verlassen, so hab ich hier keine Zeit auch nur an Heimweh zu denken.

Am Dienstag vergangener Woche hab ich dann erstmal einen Schock bekommen: mein Stundenplan hat sich bei mir vorgestellt: "Gestatten, mein Name ist VOLL, sehr VOLL!!"
Habe im ersten Quarter, also bis Ostern, drei Kurse und eigentlich hat man mit zweien schon gut zu tun. Aber was soll, ich bin hier ja nicht nur zum Spaß und zum Party machen ;)!
Am Mittwoch kam dann der nächste Schock; in "Switching Circuits and Logical Design" werden drei Tests geschrieben. Der erste war gestern! Allerdings werden die Punkte dafür in der Klausur gut geschrieben!
In "Industrial Ecology" muss ich alle zwei Wochen ein Assignment abgeben, also eine kleine Hausarbeit. Die erste Abgabe ist diesen Freitag.
Und da war klein Gesa auch gleich wieder im Stress (man gut, dass ich mich zu Hause erholt habe), da ich morgen früh nach Kiruna aufbreche. Habe mich aber angestrengt und war heute Abend um 20 Uhr fertig, sodass es keine Nachtaktion wird *stolz*.

Und wer sich jetzt fragt "Kiruna, wer oder was ist das?", der schlage doch mal den Atlas auf oder gucke bei Google-Earth oder Wikipedia nach. Kiruna ist Schwedens nördlichste Stadt und derzeit ist es ziemlich kalt da. Die warmen Klamotten stehen mittlerweile fertig gepackt da und morgen früh um 6:30 ist Abfahrt.
In Kiruna ist diese Woche Schneefestival, das wir besuchen werden; außerdem machen wir eine zweitägige Hundeschlittentour und sind dann noch zwei Tage in einem Camp etwas außerhalb der Stadt und können Natur genießen. Sonntag Abend fliegen wir wieder zurück. "Wir" sind übrigens 10 Leute, die hoffentlich nicht mit abgefrorenen Zehen zurück kommen:).

Soviel dazu; die genauen Infos und Bilder gibt es dann ab nächster Woche! Mails werden dann auch wieder beantwortet!
Für heute muss ich ins Bett! Mein Wecker klingelt um 5 Uhr oder vielleicht noch etwas früher.

Ganz liebe Grüße aus dem schon nicht mehr ganz so dunklen und etwas verschneiten Linköping!
Eure Gesa

Montag, 17. Dezember 2007

Bald ist Heimaturlaub!

Und bevor ich mich am Freitag auf den Heimflug begeben werde, wollte ich doch nochmal berichten, dass ich heil wieder aus Russland zurück gekommen bin. Ich möchte ja nicht, dass sich jemand Sorgen macht, weil ich zuletzt vor meiner Abreise hier gepostet habe!

Also die Kurzfassung seit meinem letzten Beitrag:
  • Russland war spitze, bzw. der ganze Trip (habe ziemlich viele Bilder als Beweis)
  • Projektarbeit geschrieben und Präsentation gehalten
  • Stockholm zwei Tage im Weihnachtstrubel unsicher gemacht
Seit zwei Wochen sitze ich dann aber doch intensiver am Schreibtisch, als ich es eh schon den letzten Monat getan habe. Aber hab ich eine andere Wahl, wenn ich diese Woche zwei Klausuren schreibe? Wohl eher nicht!
Morgen ist Manufacturing Planning and Control dran und Donnerstag Product Development! Jeweils von 14-18 Uhr! Dann wisst ihr jetzt ja Bescheid, wann ihr die Daumen drücken könnt ;)!
Donnerstag Abend wird dann gepackt und das letzte Mal für dieses Jahr hier gefeiert ... bis in die Morgenstunden:)! Es sind doch einige Austauschstudenten, die nur ein halbes Jahr hier sind; also nach Weihnachten nicht wieder kommen! Und da müssen wir ja Abschied feiern. Es werden wohl zum Januar wieder "Neue" kommen, aber trotzdem werden hier manche echt fehlen!!!

Ja und Freitag Abend bin ich dann in Good Old Germany und ich freu mich riesig drauf!
Mein Terminkalender ist schon ganz schön voll .... in drei Wochen lässt sich echt viel hineinbekommen und ich bin sicher, dass ich einige von euch sehen werde.
Ich werde mir dann auch die Zeit nehmen, noch etwas von Russland zu schreiben.

Aber jetzt muss ich mich erstmal wieder lustigen MRP Kalkulationen zuwenden ... soll ja morgen klappen, nech;)?

Ich wünsche euch noch eine schöne letzte Adventswoche und besinnliche Feiertage!
Eure Gesa

Sonntag, 11. November 2007

Auf nach Russland!

Morgen geht´s los: Roadtrip to Russia! Für die Neugierigen unter euch hier der Link zur Website mit ein paar Eckdaten: http://roadtrips.zikes.se/#75
Die "Reisegruppe" besteht aus knapp 180 Austauschstudenten von Unis aus dem südlichen Teil Schwedens. Unsere Zeit ist straff geplant: Zwischen Übernachtungen auf der Fähre, während nächtlichen Busfahrten oder im Hotel machen wir Helsinki, St. Petersburg und Moskau unsicher. Nach zehn Tagen in der großen weiten Welt schlagen wir dann wieder den Weg Richtung schwedischer Heimat ein.

In der letzten Woche ist ansonsten nicht viel spektakuläres passiert. Naja, ich nerve weiterhin jeden um mich herum damit, dass ich endlich Schnee will und derzeit sieht es draußen auch noch ein bisschen weiß aus. Vorgestern Abend hat es zu schneien angefangen. Davon ist allerdings nicht viel liegen geblieben. Man kann eher sagen, dass alles in ein leichtes Weiß getaucht wurde. Heute sind dann nochmal wieder ein paar Flocken vom Himmel gefallen. Aber wir haben ja erst Mitte November und der Winter wird noch lang ... hoffe ich doch zumindest!

Morgen früh hole ich mein lang ersehntes Päckchen mit meiner Digicam von der Post ab. Will ja auch ganz viele Fotos machen können, damit ihr seht, wo ich war:)!
Das mit meinem Päckchen war auch noch eine Sache. Die Zeit war doch etwas knapp; aber Dank Luftpost war mein Päckchen letzten Donnerstag in Linköping. Meine Eltern hatten extra meine Handynummer mit drauf geschrieben.
Dazu eine Anmerkung: An schwedischen Haustüren sind Klingeln eher unüblich und hier am Haus gibt es auch keine. Deswegen kündigt sich Besuch immer vorher an und wenn mich hier jemand besuchen kommt, dann klingelt mich derjenige auf dem Handy an und ich gehe dann runter und öffne die Tür.
Angeblich hat die Post am Donnerstag Morgen um 11:30 versucht mein Paket zuzustellen ...! Ich war zu Hause und meine Handy hat nicht geklingelt! Am Freitag hatte ich dann einen Zettel in der Post, dass ich mein Paket abholen kann. Der Ort wo war unleserlich geschrieben und so habe ich eine Viertelstunde gebraucht um herauszufinden, wie der Ort heißt und eine weitere halbe Stunde, wo sich dieser befindet und wann ich es abholen kann. Leider war es da schon Abend und so musste ich mich das ganze Wochenende gedulden. Wenn ich es dann morgen in den Händen halte, mache ich drei Luftsprünge. Zum Glück fahren wir erst um 14 Uhr los!

So, jetzt mach ich mir noch schnell Gedanken drüber, was ich alles vergessen werde.
Wenn ich vom Trip zurück bin, werde ich euch so schnell wie möglich auf den neuesten Stand bringen!

Ganz liebe Grüße aus dem "weißen" Ryd;),
eure Gesa

Mittwoch, 7. November 2007

Dunkel!!!

Ja, sorry, drei Posts in einer Woche ist viel! Keine Sorge! Ich fürchte, dass wird auch wieder weniger werden:)! Aber eins muss ich doch noch loswerden.
Ich hatte gestern von 8 - 17 Uhr Vorlesungen und Seminar. Als ich morgens zur Uni fuhr, fand ich es gar nicht mal so kalt, die Sonne schien und es war hell. Nach einem 12-Uhr-Regenschauer ließ sich der Tag ganz gut ertragen. Aber im letzten Seminar von 15 - 17 Uhr hab ich mich doch etwas erschrocken; als ich während der Pause um Viertel nach 4 aus dem Fenster guckte, war es quasi stockfinster. Über einen Monat lang werden die Tage immer noch kürzer ... auf dem Rückweg nach Ryd musste ich gegen so eisigen Wind nach Hause fahren, dass mir die Dunkelheit schon wieder egal war ;)!

Und was hör ich dann heute: In Norrköping liegt Schnee und in Teilen Deutschlands ja anscheinend auch, was ich in den Nachrichten gesehen habe ... wie gemein!!!
Schickt mir mal den Schnee vorbei ... einen Eimer voll würde mir auch schon reichen;)!

Montag, 5. November 2007

Ich will Schnee!

Zu diesem Satz habe ich heute schon sowohl Zustimmung erhalten also auch pure Ablehnung: "Bist du jemals bei Schnee Rad gefahren?"
Ja klar, bin ich! Auch wenn das vielleicht nicht das Tollste ist, so hoffe ich trotzdem, dass hier bald weiße Flocken vom Himmel rieseln. Es ist schon die meiste Zeit richtig kalt und morgens quasi immer unter Null Grad; aber wenn es regnet, dann ist es doch wieder nicht kalt genug, dass es Schnee sein könnte:(! Naja, ich geb die Hoffnung noch nicht auf! Solange die Sonne scheint - wie heute - bin ich auch zufrieden!

Am Freitag habe ich meine endgültige Note in Manufacturiung Control bekommen: ein A und gleichzeitig eine 5! Damit meine erste 1,0 um Hauptdiplom:)! Ihr könnt euch bestimmt mein breites Grinsen vorstellen, dass ich auf dem Gesicht hatte, nachdem ich das gesehen hab!!!

Das war ein Grund zum Feiern. Am Freitag Abend war bei Felix im Haus Helloween-Party! Ich bin ja nun nicht der begeisterte Helloween-Fan, aber durch Katrins Überredungskunst bin ich dann doch noch in das Vergnügen gekommen. Hatten uns ein paar Sachen zum "Einfärben" besorgt und waren mit der Verwandlung über zwei Stunden beschäftigt. Als Belohnung für unsere Mühe bekamen wir sehr lustige Kommentare und manche haben uns auch erst auf den zweiten Blick erkannt:)! Sehr amüsant!!!
So, hier noch ein paar Fotos davon (wie gehabt: das Album öffnet sich, wenn ihr auf das eine Foto klickt); ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen noch ein paar mehr organisieren kann ...
Helloween

Gestern war Putztag in meinem Korridor! Hört ihr das zum ersten Mal von mir? Richtig, gab es hier auch noch nie. Es gibt eine Putzkolonne, die jeden Mittwoch im Korridor, im Gemeinschaftsraum und in der Küche den Fußboden wischt. Wenn die Arbeitsfläche leer ist, dann soll die wohl auch abgewischt werden ... allerdings ist die nie leer! Bei manchen stapelt sich das schmutzige Geschirr, woanders die leeren Dosen und in der Spüle ... ich erspar euch das! Die kleinen Krabbeltierchen sollte ich noch erwähnen, die man ab und zu sieht!
Aber jetzt zu gestern: Als ich mir mein Essen machen wollte, waren Charlotte und Mario in der Küche fleißig am schrubben; hab dann erstmal mitgeholfen und nach einer Stunde Arbeit sah es richtig gut aus. Also mit dem richtig gut ist das etwas schwierig, da unsere Haus zu denen gehört, die noch nicht renoviert wurden und somit die Küche auch schon einige Jahre auf dem Buckel hat; aber im Verhältnis zu vorher sieht sie echt gut aus!

Das wars erstmal wieder aus Linköping!
Bis die Tage :)!

Dienstag, 30. Oktober 2007

Bevor es November wird ...

... will ich doch nochmal ein Lebenszeichen los werden. Es ist einiges passiert, seit ich das letzte Mal von mir hab hören lassen! Um alles ganz genau aufzuzählen, wäre meine Zeit zu kurz und euch würde es wahrscheinlich nur langweilen, wenn ihr ein paar Stunden lesen müsstet;)!

Als letztes hatte ich davon berichtet, dass wir unsere Overalls nähen und ein Kravall vor der Tür steht. Mittlerweile habe ich schon drei Kravalle hinter mir und sammle fleißig Patches und nähe diese auf. Fotos gibt es zum "Urzustand"; ich hoffe, euch bald noch aktuellere Fotos von ihm zeigen zu können.
Dazu wäre meine Digicam nicht schlecht. Meine macht nach Lust und Laune mal gute, mal verschwommene Fotos. Deswegen ist sie jetzt in Deutschland unterwegs und kommt bald hoffentlich wieder voll funktionsfähig bei mir an!!!
Meine Eltern und Schwester haben diese mit nach Verden genommen, nachdem sie mich das letzte Septemberwochenende besuchten. Das waren sehr schöne fünf Tage und das nicht nur, weil sie meinen Alkoholvorrat mit Wein, steuerfreiem Bier von der Fähre und anderen deutschen Köstlichkeiten aufgefüllt hatten;). Haben in der Zeit u.a. die Astrid-Lindgren-Welt in Vimmerby samt original Schauplätzen in Bullerbyn und Katthult, die Küste, Norrköping, die Bergschleusen, Klosterkirche in Berg und und und unsicher gemacht;)!
Mitte September hatte ich auch schon Heimatbesuch: Sonja! Nach einigen Ankunftsproblemen (und Sorgern meinerseits) machten wir uns ein paar schöne und lustige Tage. An dem Sonntag hatte Janina Geburtstag, sodass wir zu viert (Jesper, Janinas Freund war das Wochenende auch da) noch eine Ausflug nach Västervik (liegt an der Ostküste) unternahmen.
September

Ja und Anfang Oktober war dann der Spaß auch vorbei. Lernen war angesagt. In Manufacturing Control (MC) mussten wir über ERP (Enterprise Resource Planning; für die, die es interessiert...) eine Projektarbeit schreiben. Waren dazu auch bei Volvo und Siemens und durften das, war wir gelernt hatten, mal unter die Lupe nehmen.
Dazu mal ein Einschub: Das eine Werk lag eine, das andere zwei Stunden mit dem Auto entfernt. Die Uni hat hier jede Menge Autos rumstehen. So trafen wir uns morgens auf dem Uniparkplatz und unser Dozent sammelte uns ein. Wir hatten also keinerlei Kosten, weder Benzin noch andere Fahrtkosten. Mittag gabs in der Kantine oder wurde extra für uns angeliefert! Solche Exkursionen macht man doch gerne mit.
Die Projektarbeit mussten wir dann am 19. Oktober abgeben und am 18. Oktober hatte ich meine mündliche Prüfung in dem Fach. Die Lernerei war ganz schön stressig. Fachbücher auf Englisch durchwälzen gehört jetzt schon fast zu meinen Lieblingsbeschäftigungen:). Würde es keine Online-Lexika geben, wäre ich wohl aufgeschmissen.
Ab dem 15. hat Marco eine Woche Linköping unsicher gemacht ... naja, die ersten Tage bis zu meiner Prüfung hatte er wohl eher mit meinen Launen zu kämpfen! Wer mich kennt, der weiß ja, dass ich direkt vor Prüfungen doch ganz schön anstrengend sein kann;)!
Aber um die Sache jetzt mal auf den Punkt zu bringen: Die Prüfung ist gut gelaufen. Ich habe eine 5 bekommen mit einer kleinen Abstufung zur 4. Nachdem ich meinen Dozenten wohl sehr verwirrt angeguckt haben muss, hat dieser mich aufgeklärt. Es gibt die Noten 3, 4 und 5, wobei 5 das Beste ist. Diese Note wird dann noch mal umgerechnet in A, B, C, D oder E und dann zu Hause auf unsere Notensystem; bin gespannt was rauskommt. Meine endgültige Note in MC wird zusammen mit der Projektarbeit festgelegt. Ich hoffe, ich erfahre sie demnächst.

Nach dem Stress sind Marco und ich am Sonntag nach Stockholm gefahren. Außer das es super kalt war, vor allem wegen des eisigen Windes, war es sehr schön! Wir haben in einem Hostel in Gamla Stan, der Altstadt, übernachten, direkt um die Ecke vom königlichen Palast. Montag Abend ist Marco dann zurück nach Deutschland geflogen und ich bin mit dem Bus nach Linköping.

Am Mittwoch ging der Ernst des Lebens wieder los: das zweite Quarter vom Herbstsemester. Das sah so aus, dass ich Donnerstag den ganzen Tag frei hatte und Freitag sind wir zu sechst nach Stockholm. Reisegruppe: Janina, Simon, Daniela (eine Freundin aus Simons Heimat), Paco und Jose (beide letzteren aus Spanien). Freitags früh um 8Uhr ging es los mit dem Bus.
Dazu eine kleine Bemerkung: Das Busnetz ist in Schweden total gut ausgebaut. Man kommt quasi überall mit dem Bus hin, also Langstrecken, und ist für Studenten gar nicht mal so teuer, sogar günstiger als mit dem Zug.
In Stockholm haben wir dann das Touriangebot abgearbeitet: Am Freitag plünderten wir im Schloss die Schatzkammer, schauten das Museum übers Schloss (Tre Kronor) an und breiteten uns in den königlichen Gemächer aus:). Abends waren wir dann in DER " Absolut Ice Bar". Dort bekamen wir einen dicken, warmen Überwurf, damit wir bei den -5°C dort nicht erfrieren. Zur Aufwärmung gab es ein Getränk, natürlich mit Absolut Vodka, für stolze 180 SEK, ungefähr 20 Euro. Teuer, aber es hat sich gelohnt.
Samstag waren wir morgens früh im Stadshuset, dem Rathaus der Stadt, und haben eine englischsprachige Führung mitgemacht. Im Stadshuset findet am 10. Dezember auch das Nobelbankett statt. Wir sind sogar die Treppen herunter geschritten, die auch die Königsfamilie an diesem Abend nehmen wird. Weiterer Programmpunkt: Vasa-Museum. Dort steht die Vasa, ein Segelschiff, dass 1628 auf seiner Jungfernfahrt im Stockholmer Hafen sank und 1961 geborgen wurde. Wen es interessiert, der sollte mal "Vasa" bei Wikipedia nachschlagen.
Den Rest des Nachmittags haben wir die Kassen in Stockholms Geschäften gefüllt;)!
Am Sonntag genossen wir morgens einen wunderbaren Ausblick über Stockholm vom Aussichtspunkt Katharinenhissen aus, machten uns im Stadtmuseum noch über die Geschichte Stockholm schlau, bevor wir dann um 13:15 den Wachwechsel am Schloss besuchten. Nach weiterem schlendern durch Gamla Stan und andere angrenzende Inseln (Stockholm liegt auf 14 Inseln und besteht zu 30% aus Wasser) waren unsere Füße echt müden vom vielen Laufen und waren froh, dass es abends zurück nach Linköping ging ... mit dem Bus;)!
Fest steht, dass es an einem Adventswochenende nochmal nach Stockholm geht ...!
Oktober

Achja, und für die, die es noch nicht mitbekommen haben und auch noch nicht auf den Fotos entdeckt haben: Meine Haare sind ab:)!

So, jetzt seit ihr erstmal wieder auf dem neuesten Stand! Über meine Pläne für November werde ich euch demnächst noch informieren!
Liebe Grüße an euch fleißige Leser ;)!!!