Von diesen Schlagwörtern war unsere Zeit in Kiruna geprägt. Wir, das waren Katrin, als unsere Reiseleiterin;), Janina, Steffi, Dominik, Simon, Boris, Wende, Tobias, Benjamin und ich.
Mittwoch, erster Tag:
Los ging es am Mittwoch (23. Januar) morgens um halb 7! Nach Bus, Zug und Flieger kamen wir um 14:30 in Kiruna an. Mit dem Taxi fuhren wir Mädels gleich zum richtigen Hostel; hatten ja auch die wissende Katrin mit an Bord; während die unwissenden Jungs auf ein Sammeltaxi warteten und sich zum falschen Hostel fahren ließen. Nach einem Marsch durch die Kälte (-16° mit Wind) kamen sie dann doch noch an und wir gingen fröstelnd zum Einkaufen.
In der Stadt konnten wir die Anfänge vom Snöfestival (Schneefestival) begutachten. Jedes Jahr bekommen zehn Teams aus verschiedenen Nationen einen "Schneewürfel", der vielleicht 10m³ groß ist. Die Teams haben vier Tage Zeit, eine Skulptur daraus entstehen zu lassen. Am Mittwoch Abend konnte man kaum erkennen, was es jeweils werden sollte, wozu wir am Samstag aber noch Gelegenheit bekamen.
Nach Kochen, Abendessen, Karten spielen und einem Glas Wein gingen wir nicht zu spät ins Bett, da ein spannender neuer Tag auf uns wartete.
Donnerstag, zweiter Tag:
Um 9 Uhr wurden wir zusammen mit einer anderen Gruppe am Hostel abgeholt. Abgesetzt wurden wir in der Wildnis neben einem Bauwagen. Wenig später kam Henrik Taube, der Veranstalter von unserem gebuchten Zwei-Tage-Programm. Nach dem Einkleiden (warme, wasserfester Schuhe und dicke Hose) wurden drei Hundeschlitten mit je fünf Hunden fertig gemacht. Insgesamt waren wir 25 Leute, sodass durchgewechselt wurde: je drei Personen pro Hundeschlitten, die anderen auf Snowmobile oder deren Anhänger.
Auf ging es durch die Natur auf schmalen Wegen. Ein echtes Gefühl von Freiheit umkam uns, als nur die Ketten vom Hundegeschirr und die Kufen des Schlittens zu hören war. Einfach unvergesslich! ... besonders, weil man die Schlitten auch selber lenken durfte. Das bestand allerdings hauptsächlich im Bremsen! Die Hunde sind schon immer von alleine los gerannt!
Wider Erwarten war es gar nicht so dunkel, wie wir befürchtet hatte. Zwar war die Sonne kaum zu sehen, aber die Dämmerung ist ganz schön lang und gerade durch den Schnee, war es ziemlich hell.
Nach ca. zehn Kilometern kamen wir an einem Seeufer an. Die Hunde wurden vom Schlitten befreit und an Leinen festgemacht. Auf einen abgesteckten Weg sollten wir über das Eis zum Camp Wildnis gehen. Nur der Satz "Das Eis ist sicher!" und drei Minuten später "Aber haltet ein bisschen Abstand zueinander!" machte mir etwas Angst ...!
Im Camp angekommen trafen wir auf vier Studenten ebenfalls aus Linköping, die uns berichteten, dass sie am Vortag bei -32° mit dem Schlitten gefahren sind. Gut, dass wir nur -10° hatten:)!
Nach Holzhacken, Wasser aus dem See holen und einem Barbecue in einer kleinen gemütlichen Hütte wurde dann unsere Muskelstärke gefordert: Petter, der eine samische Campbetreuer, hatte sein Snowmobil samt Anhänger an einer dünnen Stelle übers Eis gefahren und war eingekracht. Zum Glück in Ufernähe, sodass nach Befestigung von Seilen und kräftigem Ziehen beides wieder festen Boden unter den Füßen, ähm Kufen, hatte.
Nach einer Rentiersuppe zum Abendessen, mehreren Sauna-Gängen für die einen und Trinkspielen für alle - irgendwie muss man ja warm werden;) - schliefen wir tief und fest bis zum nächsten Morgen in "unserer" Hütte nach samischen Baustil ohne Strom, Wasser und Heizung.
Freitag, dritter Tag:
Kaum zu glauben, aber trotz zehn Leuten in unsere Hütte sind die ersten erst gegen 10Uhr aufgewacht. Die Kälte macht ganz schön müde! Nach einem Frühstück in unsere Hütte, Spazieren durch den Schnee und wieder Essen, das Rentierfleisch enthielt, ging es nach dem Mittag zurück Richtung Kiruna. War wieder ganz schön kalt, aber einfach einmalig. Nach Abgabe unsere "Ausrüstung" wurden wir in die Stadt gebracht. Während die einen mit einem Mietwagen Einkaufen fuhren, sind wir anderen von dem Vermieter unserer Hütte, Zuhause für die nächsten zwei Tage, abgeholt worden. Diese lag ca. 20 km außerhalb von Kiruna direkt an einem See.
Auf 130m² konnten wir uns austoben und nutzten abends die Chance vom See aus (nein, keine Eisschwimmen) nach Nordlichtern Ausschau zu halten. Freitag Abend konnte man auch ganz leicht einen Schimmer ausmachen, aber leider nicht so stark, wie man es von Bildern kennt. Dafür konnten wir den schönen Sternenhimmel samt Milchstraße betrachten.
Samstag, vierter Tag:
Verschiedene Freizeitaktivitäten standen auf dem Programm. Während eine Gruppe die Landschaft vom Snowmobil aus erkundete, machten Katrin, Janina, Simon, Benni und ich uns auf den Weg nach Abisko. Dieser Ort liegt 90km westlich von Kiruna und hat als besondere "Attraktion" den Kungslegen (Königsweg), wenn man Natur, Weite und Schnee als dieses bezeichnet. Wir haben dort drei Stunden lang die pure Natur genossen; wenn man stehen geblieben ist und ganz ruhig war, hat man absolut nichts gehört. Ringsherum waren Berge und gaaaaaanz viel Schnee. Es war wunderschön, quasi wie unberührt!
Wenn mich der Schnee schon nicht in Linköping besucht, dann muss ich ihm wohl hinterherreisen ;)!
Auf dem Rückweg sind wir in Kiruna noch am Schneefestival vorbeigekommen. Mittlerweile waren die Skulpturen fertig und einige echt schöne dabei. Ganz schön erstaunlich, was in drei Tage möglich ist und dass das auch alles so statisch hält! Werde ein paar bei den Fotos mit reinstellen.
Am Abend wieder in der ganzen Gruppe vereint gab es noch eine Feuerzangenbowle.
Sonntag, fünfter Tag:
Nach dem Putzen unsere riesigen Hütte wollten wir einen Shuttleverkehr mit unserem Mietauto zum Icehotel einrichten. Nachdem die erste Gruppe schon unterwegs war, kam eine Frau zur Übergabe und erklärte uns einen Weg durch den Wald, ca. 4km, direkt zum Icehotel. Da die Sonne schien, mussten wir nicht lange überlegen. Das restliche Gepäck wurde mit dem zweiten Transport mitgenommen und wir machten uns zu fünft auf den Weg - wie sollte es anderes sein - durch Natur (!!!) zum Icehotel. Schnee, Schnee, Schnee, Wald und dann über einen See, der viele Risse im Eis hatte. Das ein entgegenkommendes Auto getragen wurde, beruhigte mich etwas ... :)!
Das Icehotel ist ein echtes Muss, wenn man Kiruna besucht. Es liegt etwas außerhalb in Jukkasjärvi. Den teuren Eintritt von 250 SEK (ca. 27 Euro) war es auf jeden Fall wert.
Das Hotel besteht komplett aus Schnee und Eis und hat günstige, einfach ausgestattete Zimmer und "artrooms", die kunstvoll gestalteten Zimmer, die mich zu sehr!!! vielen Fotos verleiteten.
So eine Übernachtung kann bis zu 600 Euro kosten ... und das trotz schlecht geheizten -5°C :)!
In der Stadt gabs dann noch ein Abschluss-Essen in einer Pizzeria, bevor es zurück nach Linköping ging. Aus dem Flugzeug konnten wir noch kurzzeitig Polarlichter erspähen, bevor sich unser Flugzeug gen Süden ausrichtete. Gegen 2Uhr nachts waren wir wieder zu Hause und uns erwartete ein zarter Hauch von Schnee ... der Wahnsinn!
Mittwoch, erster Tag:
Los ging es am Mittwoch (23. Januar) morgens um halb 7! Nach Bus, Zug und Flieger kamen wir um 14:30 in Kiruna an. Mit dem Taxi fuhren wir Mädels gleich zum richtigen Hostel; hatten ja auch die wissende Katrin mit an Bord; während die unwissenden Jungs auf ein Sammeltaxi warteten und sich zum falschen Hostel fahren ließen. Nach einem Marsch durch die Kälte (-16° mit Wind) kamen sie dann doch noch an und wir gingen fröstelnd zum Einkaufen.
In der Stadt konnten wir die Anfänge vom Snöfestival (Schneefestival) begutachten. Jedes Jahr bekommen zehn Teams aus verschiedenen Nationen einen "Schneewürfel", der vielleicht 10m³ groß ist. Die Teams haben vier Tage Zeit, eine Skulptur daraus entstehen zu lassen. Am Mittwoch Abend konnte man kaum erkennen, was es jeweils werden sollte, wozu wir am Samstag aber noch Gelegenheit bekamen.
Nach Kochen, Abendessen, Karten spielen und einem Glas Wein gingen wir nicht zu spät ins Bett, da ein spannender neuer Tag auf uns wartete.
Donnerstag, zweiter Tag:
Um 9 Uhr wurden wir zusammen mit einer anderen Gruppe am Hostel abgeholt. Abgesetzt wurden wir in der Wildnis neben einem Bauwagen. Wenig später kam Henrik Taube, der Veranstalter von unserem gebuchten Zwei-Tage-Programm. Nach dem Einkleiden (warme, wasserfester Schuhe und dicke Hose) wurden drei Hundeschlitten mit je fünf Hunden fertig gemacht. Insgesamt waren wir 25 Leute, sodass durchgewechselt wurde: je drei Personen pro Hundeschlitten, die anderen auf Snowmobile oder deren Anhänger.
Auf ging es durch die Natur auf schmalen Wegen. Ein echtes Gefühl von Freiheit umkam uns, als nur die Ketten vom Hundegeschirr und die Kufen des Schlittens zu hören war. Einfach unvergesslich! ... besonders, weil man die Schlitten auch selber lenken durfte. Das bestand allerdings hauptsächlich im Bremsen! Die Hunde sind schon immer von alleine los gerannt!
Wider Erwarten war es gar nicht so dunkel, wie wir befürchtet hatte. Zwar war die Sonne kaum zu sehen, aber die Dämmerung ist ganz schön lang und gerade durch den Schnee, war es ziemlich hell.
Nach ca. zehn Kilometern kamen wir an einem Seeufer an. Die Hunde wurden vom Schlitten befreit und an Leinen festgemacht. Auf einen abgesteckten Weg sollten wir über das Eis zum Camp Wildnis gehen. Nur der Satz "Das Eis ist sicher!" und drei Minuten später "Aber haltet ein bisschen Abstand zueinander!" machte mir etwas Angst ...!
Im Camp angekommen trafen wir auf vier Studenten ebenfalls aus Linköping, die uns berichteten, dass sie am Vortag bei -32° mit dem Schlitten gefahren sind. Gut, dass wir nur -10° hatten:)!
Nach Holzhacken, Wasser aus dem See holen und einem Barbecue in einer kleinen gemütlichen Hütte wurde dann unsere Muskelstärke gefordert: Petter, der eine samische Campbetreuer, hatte sein Snowmobil samt Anhänger an einer dünnen Stelle übers Eis gefahren und war eingekracht. Zum Glück in Ufernähe, sodass nach Befestigung von Seilen und kräftigem Ziehen beides wieder festen Boden unter den Füßen, ähm Kufen, hatte.
Nach einer Rentiersuppe zum Abendessen, mehreren Sauna-Gängen für die einen und Trinkspielen für alle - irgendwie muss man ja warm werden;) - schliefen wir tief und fest bis zum nächsten Morgen in "unserer" Hütte nach samischen Baustil ohne Strom, Wasser und Heizung.
| Kiruna 1+2 |
Kaum zu glauben, aber trotz zehn Leuten in unsere Hütte sind die ersten erst gegen 10Uhr aufgewacht. Die Kälte macht ganz schön müde! Nach einem Frühstück in unsere Hütte, Spazieren durch den Schnee und wieder Essen, das Rentierfleisch enthielt, ging es nach dem Mittag zurück Richtung Kiruna. War wieder ganz schön kalt, aber einfach einmalig. Nach Abgabe unsere "Ausrüstung" wurden wir in die Stadt gebracht. Während die einen mit einem Mietwagen Einkaufen fuhren, sind wir anderen von dem Vermieter unserer Hütte, Zuhause für die nächsten zwei Tage, abgeholt worden. Diese lag ca. 20 km außerhalb von Kiruna direkt an einem See.
Auf 130m² konnten wir uns austoben und nutzten abends die Chance vom See aus (nein, keine Eisschwimmen) nach Nordlichtern Ausschau zu halten. Freitag Abend konnte man auch ganz leicht einen Schimmer ausmachen, aber leider nicht so stark, wie man es von Bildern kennt. Dafür konnten wir den schönen Sternenhimmel samt Milchstraße betrachten.
Samstag, vierter Tag:
Verschiedene Freizeitaktivitäten standen auf dem Programm. Während eine Gruppe die Landschaft vom Snowmobil aus erkundete, machten Katrin, Janina, Simon, Benni und ich uns auf den Weg nach Abisko. Dieser Ort liegt 90km westlich von Kiruna und hat als besondere "Attraktion" den Kungslegen (Königsweg), wenn man Natur, Weite und Schnee als dieses bezeichnet. Wir haben dort drei Stunden lang die pure Natur genossen; wenn man stehen geblieben ist und ganz ruhig war, hat man absolut nichts gehört. Ringsherum waren Berge und gaaaaaanz viel Schnee. Es war wunderschön, quasi wie unberührt!
Wenn mich der Schnee schon nicht in Linköping besucht, dann muss ich ihm wohl hinterherreisen ;)!
Auf dem Rückweg sind wir in Kiruna noch am Schneefestival vorbeigekommen. Mittlerweile waren die Skulpturen fertig und einige echt schöne dabei. Ganz schön erstaunlich, was in drei Tage möglich ist und dass das auch alles so statisch hält! Werde ein paar bei den Fotos mit reinstellen.
Am Abend wieder in der ganzen Gruppe vereint gab es noch eine Feuerzangenbowle.
| Kiruna 3+4 |
Nach dem Putzen unsere riesigen Hütte wollten wir einen Shuttleverkehr mit unserem Mietauto zum Icehotel einrichten. Nachdem die erste Gruppe schon unterwegs war, kam eine Frau zur Übergabe und erklärte uns einen Weg durch den Wald, ca. 4km, direkt zum Icehotel. Da die Sonne schien, mussten wir nicht lange überlegen. Das restliche Gepäck wurde mit dem zweiten Transport mitgenommen und wir machten uns zu fünft auf den Weg - wie sollte es anderes sein - durch Natur (!!!) zum Icehotel. Schnee, Schnee, Schnee, Wald und dann über einen See, der viele Risse im Eis hatte. Das ein entgegenkommendes Auto getragen wurde, beruhigte mich etwas ... :)!
Das Icehotel ist ein echtes Muss, wenn man Kiruna besucht. Es liegt etwas außerhalb in Jukkasjärvi. Den teuren Eintritt von 250 SEK (ca. 27 Euro) war es auf jeden Fall wert.
Das Hotel besteht komplett aus Schnee und Eis und hat günstige, einfach ausgestattete Zimmer und "artrooms", die kunstvoll gestalteten Zimmer, die mich zu sehr!!! vielen Fotos verleiteten.
So eine Übernachtung kann bis zu 600 Euro kosten ... und das trotz schlecht geheizten -5°C :)!
In der Stadt gabs dann noch ein Abschluss-Essen in einer Pizzeria, bevor es zurück nach Linköping ging. Aus dem Flugzeug konnten wir noch kurzzeitig Polarlichter erspähen, bevor sich unser Flugzeug gen Süden ausrichtete. Gegen 2Uhr nachts waren wir wieder zu Hause und uns erwartete ein zarter Hauch von Schnee ... der Wahnsinn!
| Kiruna 5 |