Sonntag, 25. Mai 2008

Was bisher geschah ...

Ja, lang lang ists her und es ist viel geschehen! Meine letzten Wochen waren von viel Besuch, Kurztrips und natürlich von Arbeit für die Uni geprägt. Dadrunter hat mein Blog und zum Teil auch der Mailkontakt etwas gelitten.
Bevor es in die heiße Endphase geht, also nicht lern technisch (da stecke ich schon mitten in der Prüfungsvorbereitung), sondern womit ich vielmehr meinen Urlaubsmonat Juni meine, werde ich versuchen noch ein wenig April und Mai zusammenzufassen. Dabei werde ich hauptsächlich Bilder sprechen zu lassen, was vielleicht auch etwas interessanter ist :)!
Jetzt werde ich mich aber erst weiter auf meine mündliche Prüfung am Dienstag in Analyzing and Improving Manufacturing Operations vorbereiten, damit ich den Urlaub dann auch genießen kann!
Bis definitiv ganz bald,
eure Gesa

Dienstag, 18. März 2008

Rückblick

Es ist jetzt Dienstag, 11:49! Die Sonne scheint, seit gestern liegen einige Zentimeter Schnee und in einer Stunde sollt ich mich so langsam auf die Socken machen ... sonst steht meine Family heute Abend am Flughafen und ich hab den Flieger verpasst!!! Und das wäre ziemlich blöd! Denn nachdem ich mich mal wieder über die Gewichtsbegrenzung beim Fliegen geärgerte, habe ich meine lebensnotwendigen Sachen auf 15 Kilo + 10 Kilo Handgepäck reduzieren können ... ja, so ein Satz kann nur von einer Frau kommen ;)!
Aber nun zu meinen Erlebnissen der letzten drei Wochen!

Klausuren .... Ja, ich habe sie tatsächlich alle überstanden und heute morgen war dann auch endlich das Ergebnis der ersten im Internet ... habe mein selbst gestecktes Notenziel erreicht und bin erstmal durch mein Zimmer gehüpft *freu*! Auf die anderen werde ich wohl bis nach Ostern warten müssen.

Eishockey .... Am 8.März war ich zusammen mit Katrin beim Eishockey Linköping gegen Mora. War schon mein zweites Spiel und wieder sehr cool. Herrschen aber ganz schön harte Sitten, muss ich sagen. Habe die Regeln noch nicht komplett verstanden, das Zuschauen macht aber trotzdem sehr viel Spaß ... besondern, wenn Linköping in der Verlängerung dann auch noch gewinnt!
Kraval Goldfever .... Letzten Samstag, nachdem ich noch bis 18 Uhr Klausur geschrieben habe, sind wir nach einer ordentlichen Pre-Party zum Kraval gefahren. Dieser stand unter dem Motto 1970er und dementsprechend hatte auch kaum jemand seinen Overall an, sondern alle waren bunt verkleidet und wir hatten unseren Spaß zu ABBA-Musik und anderen Interpreten aus dieser Zeit. Nach dem Lernen war das echt ein super Abend!
Korridorparty bei Dominika ... Eine weitere Party hatten wir noch am 7. März mit dem Motto 2070. Also einen Tipp kann ich euch geben: Besorgt euch reichlich Alufolie, solang die Preise noch niedrig sind. Denn wenn man den Verkleidungen nach urteilt, werden wir 2070 alle in Klamotten aus Alufolie rumlaufen und die Preisen steigen bestimmt total an :)!!!




So und nun muss ich mich sputen! Wünsche euch schöne Ostertage!
Liebe Grüße, eure Gesa

Sonntag, 24. Februar 2008

Östersund - ein ereignisreiches WM-Wochenende

Lang haben wir es herbeigesehnt: unser Biathlon-Wochenende in Östersund!
Schon im letzten Herbst haben wir die Eintrittstickets für das Station und die Bahntickets gekauft. Während das laufenden Weltcups und natürlich auch zu Beginn der WM haben wir schon in kleinen Grüppchen gespannt vor dem Fernseher gesessen und über die Medaillenchancen des deutschen Kaders diskutiert.

Am 15. Februar war es dann endlich soweit. Unsere Rucksäcke vollgepackt mit warmen Klamotten und jede Menge Essen waren wir am Freitag von 11-21 Uhr mit dem Zug unterwegs über Stockholm nach Undersåker, was noch eine Stunde hinter Östersund liegt. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass wir für diese spaßige Tagestour umgerechnet ca. 17 Euro pro Person gezahlt haben: kein Vergleich zur deutschen Bahn.
Unser Quartier hatten wir schon Ende vergangenen Jahres über die Touristinfo von Östersund zugewiesen bekommen, eine großzügiges Apartment mit Küche.
Samstag mussten wir mit der Bahn also erstmal die Stunden wieder zurück nach Östersund fahren. Da die norwegische Grenze nur ca. drei Stunden entfernt ist, hatten wir mit unseren deutschen Fahnen natürlich große Konkurrenz.
Endlich angekommen im Stadion war das Gedrängel groß. Nachdem wir noch einen relativ guten Platz auf der Tribüne ergatterten, startete schon das Staffelrennen der Herren. Mit 0,4 Sekunden Vorsprung schafften Michael Rösch, Alexander Wolf, Andreas Birnbacher und Michael Greis es noch auf Platz drei vor Österreich. Im Massenstart der Frauen holte Magdalena Neuner Gold! Im Station wurden nur Blumen überreicht, die richtige Ehrung fand um 18Uhr in der Stadt statt. So konnten wir dort die deutsche Nationalhymne hören und mitsingen, während die Flaggen gehisst wurden. Nach der Ehrung hinter der Bühne machte Michi Greis Dominika und mich noch mit einem Autogramm auf unserem Fahnen zu den glücklichsten Leuten unserer Gruppe:)!
Auf dem Weg "nach Hause" reservierten wir wohl weißlich Schließfächer für unsere Gepäck. Spät zurück in Undersåker kochten wir noch gemeinsam und machten eine schöne Feuerzangenbowle., die wir auch echt nötig hatten; uns allen waren nach fünf Stunden bei -5°C die Füße abgefroren.

Am Samstag morgen konnten wir also unser Gepäck am Bahnhof lassen, da wir abends direkt von dort abfahren wollten. Da wir noch genug Zeit hatten, entschieden wir uns zu Fuß zum Stadtion zu gehen und das Geld für den Shuttlebus zu sparen. Plötzlich sahen wir Daniel Graf aus einem Hotel herauskommen und in den Teambus einsteigen. Im selben Moment rannten uns fast Martina Glagow und Andrea Henkel um, die zum morgendlichen Lockerungslauf aus dem Hotel kamen. Großes Erstaunen war da auf unsere Seite. Diese hielt auch an, als wir im Stadion ankamen und auf der offiziellen WM-Zeitung Tora Berger (NOR), zweite hinter Magdalena Neuner, abgebildet war. Schnell bekamen wir heraus, dass ein Doping-Verdacht gegen ein paar der deutschen Biathleten vorlag, an dem ja, wie es scheint, mal wieder nichts dran war. Für die Rennen an diesem Tag hatten wir sehr gute Aussichten, wie auch schon beim Massenstart am vorherigen Tag. Ganz am Rand der Tribüne hatten wir sowohl eine gute Sicht auf den letzten starken Anstieg samt Zeitnahme als auch auf die Schießanlage und Strafrunde.
So konnten wir nach dem für die deutschen Herren eher schlecht verlaufenen Massenstart die Damen beim Aufwärmen und dem Skitest aus nächster Nähe beobachten und unsere Ruf "Viel Glück!" loswerden. Das Glück war eindeutig auf deutscher Seite. Nachdem bei jedem Wechsel die deutschen als erstes übergaben, lief Kati Wilhelm - mit deutscher Fahne in der Hand - als erste durchs Ziel. Zwischendurch hatten wir schon fast geglaubt, es könnte nicht mehr reichen, da Magdalena Neuner einfach zu oft verschoss, damit noch in die Strafrunde musste und Kati Wilhelm auch nicht immer traf. Aber durch ihre Laufleistungen haben sie es wieder wett gemacht.
Das Schießen kann man sich dann folgendermaßen vorstellen: Bei einem Treffer grölt man "Yeaaaaah", bei einem Fehler "Ooooooh"! Genauso wie wir sechs natürlich bei den deutschen unsere Stimmbänder strapazierten, machten es ringsherum die anderen Fans, hauptsächlich Norweger und Schweden. Ein gegenseitiges Grinsen blieb da nicht aus, wobei unser Puls doch ganz schön stark anstieg!
Gold bedeutete für uns also ein weiteres Mal in den Genuss der deutschen Hymne zu kommen, was wir auch ordentlich feierten.
Das wir dachten, dass unser Zug um 22Uhr abfährt, schlugen wir uns bei einem Chinesen den Bauch voll und kamen nochmal bei dem Hotel vorbei. Durch Zufall kam gerade Magdalena Neuner an, die aber auch gleich mit dem Satz "Ich bin total fertig" ins Hotel huschte. Kati Wilhelm war da etwas großzügiger und ließ noch schnell ein Foto mit uns machen:)!!!
Da wir dann noch immer viel Zeit hatten, wärmten wir uns bei McD. noch mit Eis auf, wo wir noch zwei französische Biathleten entdeckten.
Weit nach 21:00 kamen wir am Bahnhof an und erschraken, schlimmer als bei jedem Fehlschuss am Nachmittag. Unser Zug ist um 21 Uhr abgefahren! Schuld am Zuspätkommen waren unsere Tickets. Die "1" war nur teilweise gedruckt (auf jedem Ticket von uns), sodass es wie eine "2" aussah. Voller Panik - wir haben uns schon in der Bahnhofsmission gesehen - erklärten wir unser Problem einem Bahnbeamten am Schalter, die zum Glück so spät noch besetzt waren. Der nette Mann erkannte unsere Problem und hatte wohl auch Mitleid und so besorgter er uns einen Platz im letzten Nachtzug nach Stockholm. Geplant war eine Fahrt ohne Umsteigen von 21 Uhr bis 6 Uhr Ankunft in Linköping. Los fuhren wir dann um 22:20 und kamen auch erst nach Umsteigen in Stockholm um 9:30 hier an. Aber das ohne Zuzahlung, obwohl offensichtlich war, dass wir einen Fehler gemacht hatten ... einen weiteren Vergleich zur deutschen Bahn lasse ich jetzt wohl besser;)!
Das war unser Wochenende! Ich muss sagen, Biathlon ist ja im Fernsehen schon sehr spannende, aber diese Spannung wird im Station eindeutig getoppt! Außerdem haben wir gelernt, dass man doch nochmal auf einen Fahrplan gucken sollte, wenn man ein schlecht gedrucktes Ticket in der Hand hält:)!

In diesem Sinne,
eure Gesa

Samstag, 23. Februar 2008

Kurzmitteilung :)!

Wer hätte es gedacht? Tatsächlich ist mein Eintrag über Kiruna fertig geworden!!! Da ich ihn ja schon vor drei Wochen angefangen hatte und weil ich die Chronologie wahren will, ist er zwei Einträge vor diesem zu finden. Also wenn ihr ihn noch lesen möchtet, was ich doch schwer hoffe, dann einfach etwas runterscrollen, lesen und die vielen Fotos angucken;)!
Morgen werde ich mich dann auch noch an den Eintrag von Östersund setzen. Das war nämlich auch einfach super!!! Naja, bei zwei goldenen und einer bronzenen Medaille für das deutsche Team kann man sich das ja auch denken!

Jetzt noch ein paar weitere Dinge:
Die Zeit rennt. Es ist schon quasi Ende Februar! Am 7., 11. und 15. März habe ich jeweils vierstündige Klausuren, auf die sich vorbereitet sein will. Bin auch schon fleißig dabei. Vorletzte Woche habe ich zwei Labortermine von 17-21Uhr überlebt, wobei ich das nicht ständig haben möchte. Gestern habe ich auch mal wieder ein Assignment abgegeben; da liegt jetzt auch nur noch ein letztes vor mir. So langsam rückt das Ende des ersten Quarters des Frühlingssemesters näher. Und damit kündigt sich Ostern an.
Werde jetzt doch - entgegen früherer Planung - nach Hause fliegen, also nach Bremen, nicht direkt nach Hause:)! Am 28. März schreibe ich hier dann noch eine Klausur und am 31. startet mein letztes Quarter. Es kommt mir so vor, als wäre es schon Sommer und ich bin wieder dauerhaft in Deutschland. Die Zeit vergeht wirklich so wahnsinnig schnell!
Meine Veranstaltungen in diesem Quarter sind fast alle im A-huset, dass hauptsächlich von ingenieurwissenschaftlichen Instituten belegt ist. Es gibt dort u.a. einige Computerräume, die man Tag und Nacht nutzen kann, Gruppenräume zum Lernen, Einzelarbeitsplätze und "studentkök" (Studentenküchen mit Mirkowellen). Ich muss da unbedingt nochmal Fotos dort machen. Die Uni ist einfach super schön von den Gebäuden her, der Ausstattung und der Atmosphäre. Das werde ich ganz schön vermissen, wenn ich wieder in BS sitze, soviel ist klar!
Aber jetzt werde ich mich erstmal anstrengen, die restlichen vier Monate hier zu genießen;)!

Liebe Grüße und bis morgen ;),
eure Gesa

PS: Freue mich übrigens immer über Post von euch, sowohl elektronisch als auch real:)!

Donnerstag, 14. Februar 2008

Morgen gehts nach Östersund!

Für die Unwissenden unter euch folgende Information:
In Östersund, liegt ca. 600km nördlich von Linköping, findet grad die Biathlon WM statt. DAS Ereignis des Jahres für so langjährige Biathlon-Fans wie mich! Gleichgesinnte und neu begeisterte Fans haben sich zusammen gefunden und morgen fahren Katrin, Janina, Simon, Benni, Dominika und ich nach Östersund. Wir hoffen natürlich auf ein paar Medaillen für die deutschen Biathleten, was ja nach den bisherigen Rennen auch gar nicht so schlecht aussieht!
Den Medaillenspiegel findet ihr unter:
http://sport.zdf.de/ZDFsport/sportdaten/28/0,6734,7156924,00.html?dr=1

Unser Tagesablauf am Samstag und Sonntag im Station:
Samstag: Massenstart Herren, 12:00
Staffel Damen, 14:15
Sonntag: Staffel Herren, 12:00
Massenstart Damen, 15:00

Also damit das klar ist, ich erwarte, dass ihr alle vor dem Fernseher sitzt und mich im Station untern den ca. 10 000 Zuschauern sucht!!! Wir haben auch deutsche Fahnen dabei;)!

Dachte, dass ich diese Woche endlich meinen Kirunaeintrag fertig bekomme ... naja, dass war wohl eine Illusion. Hatte diese Woche Montag und Mittwoch bis 21 Uhr Uni (Labor) und heute auch bis 20 Uhr ... ich sag euch, 13 Stunden nur mit einer Stunde Mittagspause sind nicht schön, nein!
Freue mich auf deshalb umso mehr auf das Wochenende!

Da ich noch nicht gepackt habe, meine Wäsche noch nicht gemacht ist, muss ich gleich mal loslegen!

Also schön Biathlon schauen am Wochenende (ich winke auch zurück...) und Daumendrücken;)!

Liebe Grüße,
eure Gesa

Montag, 4. Februar 2008

Kiruna: Kälte, Hunde, Schnee, Natur und nochmal Kälte!

Von diesen Schlagwörtern war unsere Zeit in Kiruna geprägt. Wir, das waren Katrin, als unsere Reiseleiterin;), Janina, Steffi, Dominik, Simon, Boris, Wende, Tobias, Benjamin und ich.

Mittwoch, erster Tag:
Los ging es am Mittwoch (23. Januar) morgens um halb 7! Nach Bus, Zug und Flieger kamen wir um 14:30 in Kiruna an. Mit dem Taxi fuhren wir Mädels gleich zum richtigen Hostel; hatten ja auch die wissende Katrin mit an Bord; während die unwissenden Jungs auf ein Sammeltaxi warteten und sich zum falschen Hostel fahren ließen. Nach einem Marsch durch die Kälte (-16° mit Wind) kamen sie dann doch noch an und wir gingen fröstelnd zum Einkaufen.
In der Stadt konnten wir die Anfänge vom Snöfestival (Schneefestival) begutachten. Jedes Jahr bekommen zehn Teams aus verschiedenen Nationen einen "Schneewürfel", der vielleicht 10m³ groß ist. Die Teams haben vier Tage Zeit, eine Skulptur daraus entstehen zu lassen. Am Mittwoch Abend konnte man kaum erkennen, was es jeweils werden sollte, wozu wir am Samstag aber noch Gelegenheit bekamen.
Nach Kochen, Abendessen, Karten spielen und einem Glas Wein gingen wir nicht zu spät ins Bett, da ein spannender neuer Tag auf uns wartete.

Donnerstag, zweiter Tag:
Um 9 Uhr wurden wir zusammen mit einer anderen Gruppe am Hostel abgeholt. Abgesetzt wurden wir in der Wildnis neben einem Bauwagen. Wenig später kam Henrik Taube, der Veranstalter von unserem gebuchten Zwei-Tage-Programm. Nach dem Einkleiden (warme, wasserfester Schuhe und dicke Hose) wurden drei Hundeschlitten mit je fünf Hunden fertig gemacht. Insgesamt waren wir 25 Leute, sodass durchgewechselt wurde: je drei Personen pro Hundeschlitten, die anderen auf Snowmobile oder deren Anhänger.
Auf ging es durch die Natur auf schmalen Wegen. Ein echtes Gefühl von Freiheit umkam uns, als nur die Ketten vom Hundegeschirr und die Kufen des Schlittens zu hören war. Einfach unvergesslich! ... besonders, weil man die Schlitten auch selber lenken durfte. Das bestand allerdings hauptsächlich im Bremsen! Die Hunde sind schon immer von alleine los gerannt!
Wider Erwarten war es gar nicht so dunkel, wie wir befürchtet hatte. Zwar war die Sonne kaum zu sehen, aber die Dämmerung ist ganz schön lang und gerade durch den Schnee, war es ziemlich hell.
Nach ca. zehn Kilometern kamen wir an einem Seeufer an. Die Hunde wurden vom Schlitten befreit und an Leinen festgemacht. Auf einen abgesteckten Weg sollten wir über das Eis zum Camp Wildnis gehen. Nur der Satz "Das Eis ist sicher!" und drei Minuten später "Aber haltet ein bisschen Abstand zueinander!" machte mir etwas Angst ...!
Im Camp angekommen trafen wir auf vier Studenten ebenfalls aus Linköping, die uns berichteten, dass sie am Vortag bei -32° mit dem Schlitten gefahren sind. Gut, dass wir nur -10° hatten:)!
Nach Holzhacken, Wasser aus dem See holen und einem Barbecue in einer kleinen gemütlichen Hütte wurde dann unsere Muskelstärke gefordert: Petter, der eine samische Campbetreuer, hatte sein Snowmobil samt Anhänger an einer dünnen Stelle übers Eis gefahren und war eingekracht. Zum Glück in Ufernähe, sodass nach Befestigung von Seilen und kräftigem Ziehen beides wieder festen Boden unter den Füßen, ähm Kufen, hatte.
Nach einer Rentiersuppe zum Abendessen, mehreren Sauna-Gängen für die einen und Trinkspielen für alle - irgendwie muss man ja warm werden;) - schliefen wir tief und fest bis zum nächsten Morgen in "unserer" Hütte nach samischen Baustil ohne Strom, Wasser und Heizung.
Kiruna 1+2
Freitag, dritter Tag:
Kaum zu glauben, aber trotz zehn Leuten in unsere Hütte sind die ersten erst gegen 10Uhr aufgewacht. Die Kälte macht ganz schön müde! Nach einem Frühstück in unsere Hütte, Spazieren durch den Schnee und wieder Essen, das Rentierfleisch enthielt, ging es nach dem Mittag zurück Richtung Kiruna. War wieder ganz schön kalt, aber einfach einmalig. Nach Abgabe unsere "Ausrüstung" wurden wir in die Stadt gebracht. Während die einen mit einem Mietwagen Einkaufen fuhren, sind wir anderen von dem Vermieter unserer Hütte, Zuhause für die nächsten zwei Tage, abgeholt worden. Diese lag ca. 20 km außerhalb von Kiruna direkt an einem See.
Auf 130m² konnten wir uns austoben und nutzten abends die Chance vom See aus (nein, keine Eisschwimmen) nach Nordlichtern Ausschau zu halten. Freitag Abend konnte man auch ganz leicht einen Schimmer ausmachen, aber leider nicht so stark, wie man es von Bildern kennt. Dafür konnten wir den schönen Sternenhimmel samt Milchstraße betrachten.

Samstag, vierter Tag:
Verschiedene Freizeitaktivitäten standen auf dem Programm. Während eine Gruppe die Landschaft vom Snowmobil aus erkundete, machten Katrin, Janina, Simon, Benni und ich uns auf den Weg nach Abisko. Dieser Ort liegt 90km westlich von Kiruna und hat als besondere "Attraktion" den Kungslegen (Königsweg), wenn man Natur, Weite und Schnee als dieses bezeichnet. Wir haben dort drei Stunden lang die pure Natur genossen; wenn man stehen geblieben ist und ganz ruhig war, hat man absolut nichts gehört. Ringsherum waren Berge und gaaaaaanz viel Schnee. Es war wunderschön, quasi wie unberührt!
Wenn mich der Schnee schon nicht in Linköping besucht, dann muss ich ihm wohl hinterherreisen ;)!
Auf dem Rückweg sind wir in Kiruna noch am Schneefestival vorbeigekommen. Mittlerweile waren die Skulpturen fertig und einige echt schöne dabei. Ganz schön erstaunlich, was in drei Tage möglich ist und dass das auch alles so statisch hält! Werde ein paar bei den Fotos mit reinstellen.
Am Abend wieder in der ganzen Gruppe vereint gab es noch eine Feuerzangenbowle.
Kiruna 3+4
Sonntag, fünfter Tag:
Nach dem Putzen unsere riesigen Hütte wollten wir einen Shuttleverkehr mit unserem Mietauto zum Icehotel einrichten. Nachdem die erste Gruppe schon unterwegs war, kam eine Frau zur Übergabe und erklärte uns einen Weg durch den Wald, ca. 4km, direkt zum Icehotel. Da die Sonne schien, mussten wir nicht lange überlegen. Das restliche Gepäck wurde mit dem zweiten Transport mitgenommen und wir machten uns zu fünft auf den Weg - wie sollte es anderes sein - durch Natur (!!!) zum Icehotel. Schnee, Schnee, Schnee, Wald und dann über einen See, der viele Risse im Eis hatte. Das ein entgegenkommendes Auto getragen wurde, beruhigte mich etwas ... :)!
Das Icehotel ist ein echtes Muss, wenn man Kiruna besucht. Es liegt etwas außerhalb in Jukkasjärvi. Den teuren Eintritt von 250 SEK (ca. 27 Euro) war es auf jeden Fall wert.
Das Hotel besteht komplett aus Schnee und Eis und hat günstige, einfach ausgestattete Zimmer und "artrooms", die kunstvoll gestalteten Zimmer, die mich zu sehr!!! vielen Fotos verleiteten.
So eine Übernachtung kann bis zu 600 Euro kosten ... und das trotz schlecht geheizten -5°C :)!
In der Stadt gabs dann noch ein Abschluss-Essen in einer Pizzeria, bevor es zurück nach Linköping ging. Aus dem Flugzeug konnten wir noch kurzzeitig Polarlichter erspähen, bevor sich unser Flugzeug gen Süden ausrichtete. Gegen 2Uhr nachts waren wir wieder zu Hause und uns erwartete ein zarter Hauch von Schnee ... der Wahnsinn!
Kiruna 5

Dienstag, 22. Januar 2008

Willkommen in 2008

... und dabei ist der Januar auch schon bald wieder rum! Aber trotzdem schön, wenn ich noch fleißige Leser habe, wobei mein Fleiß ja mehr zu wünschen übrig lässt!

Letzte Woche Montag bin ich spät abends wieder in Linköping angekommen. Drei wunderbare Wochen in Verden, mit kleinen Abstechern nach Hehlen und Braunschweig, lagen hinter mir. Auch wenn es mir ein bisschen schwer fiel, wieder zu fliegen und das behagliche Nest zu verlassen, so hab ich hier keine Zeit auch nur an Heimweh zu denken.

Am Dienstag vergangener Woche hab ich dann erstmal einen Schock bekommen: mein Stundenplan hat sich bei mir vorgestellt: "Gestatten, mein Name ist VOLL, sehr VOLL!!"
Habe im ersten Quarter, also bis Ostern, drei Kurse und eigentlich hat man mit zweien schon gut zu tun. Aber was soll, ich bin hier ja nicht nur zum Spaß und zum Party machen ;)!
Am Mittwoch kam dann der nächste Schock; in "Switching Circuits and Logical Design" werden drei Tests geschrieben. Der erste war gestern! Allerdings werden die Punkte dafür in der Klausur gut geschrieben!
In "Industrial Ecology" muss ich alle zwei Wochen ein Assignment abgeben, also eine kleine Hausarbeit. Die erste Abgabe ist diesen Freitag.
Und da war klein Gesa auch gleich wieder im Stress (man gut, dass ich mich zu Hause erholt habe), da ich morgen früh nach Kiruna aufbreche. Habe mich aber angestrengt und war heute Abend um 20 Uhr fertig, sodass es keine Nachtaktion wird *stolz*.

Und wer sich jetzt fragt "Kiruna, wer oder was ist das?", der schlage doch mal den Atlas auf oder gucke bei Google-Earth oder Wikipedia nach. Kiruna ist Schwedens nördlichste Stadt und derzeit ist es ziemlich kalt da. Die warmen Klamotten stehen mittlerweile fertig gepackt da und morgen früh um 6:30 ist Abfahrt.
In Kiruna ist diese Woche Schneefestival, das wir besuchen werden; außerdem machen wir eine zweitägige Hundeschlittentour und sind dann noch zwei Tage in einem Camp etwas außerhalb der Stadt und können Natur genießen. Sonntag Abend fliegen wir wieder zurück. "Wir" sind übrigens 10 Leute, die hoffentlich nicht mit abgefrorenen Zehen zurück kommen:).

Soviel dazu; die genauen Infos und Bilder gibt es dann ab nächster Woche! Mails werden dann auch wieder beantwortet!
Für heute muss ich ins Bett! Mein Wecker klingelt um 5 Uhr oder vielleicht noch etwas früher.

Ganz liebe Grüße aus dem schon nicht mehr ganz so dunklen und etwas verschneiten Linköping!
Eure Gesa